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	<title>Sylvia Löhrmann &#187; Turbo-Abi</title>
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	<description>Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen</description>
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		<title>Hinweise zum Abschnitt &#8220;Schule&#8221; des Koalitionsvertrages</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 14:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Sigrid Beer MdL
 
Zentrale  Aussagen (gefettet):
Wir wollen mit allen Fraktionen und Akteuren einen Konsens in der Schulpolitik erreichen. 
Wir Grüne haben schon in der letzten Legislatur dazu aufgefordert, wegen der Notwendigkeit der inneren und äußeren Schulentwicklung einen Konsensversuch zu unternehmen. Jürgen Rüttgers ist das nach der Wahl auch eingefallen. Wir nehmen uns selbst ernst und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>von Sigrid Beer MdL</h3>
<p> </p>
<p>Zentrale  Aussagen (gefettet):</p>
<p><strong>Wir wollen mit allen Fraktionen und Akteuren einen Konsens in der Schulpolitik erreichen. </strong></p>
<p>Wir Grüne haben schon in der letzten Legislatur dazu aufgefordert, wegen der Notwendigkeit der inneren und äußeren Schulentwicklung einen Konsensversuch zu unternehmen. Jürgen Rüttgers ist das nach der Wahl auch eingefallen. Wir nehmen uns selbst ernst und werden die anderen Fraktionen noch einmal einladen. Die FDP hat allerdings schon signalisiert, dass sie eine Einladung nicht annehmen werde.</p>
<p><strong>Sofortprogramm korrigiert Schwarz-Gelb: Kopfnoten werden abgeschafft, die Drittelparität von LehrerInnen-SchülerInnen-Eltern in der Schulkonferenz wird wieder hergestellt, Kommunen <span style="text-decoration: underline;">können</span> Grundschulbezirke wieder einführen, und die Verbindlichkeit der Grundschulgutachten wird aufgehoben, d.h. die Eltern entscheiden über den Besuch der weiterführenden Schule. </strong></p>
<p>Diese Punkte erfordern eine Änderung des Schulgesetzes. Schon zur Plenarsitzung am 15.07.2010 bringen wir hierzu einen <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-24.pdf">Gesetzentwurf</a> ein (kleine Schulgesetznovelle). Da bei Gesetzesänderungen Anhörungen vorgeschrieben sind, ist mit einer Verabschiedung erst Ende des Jahres zu rechnen.</p>
<p>Damit würden die Kopfnoten zum nächsten Schulhalbjahr entfallen und die Grundschulbezirke und Grundschulgutachten zur nächsten Anmeldephase im Februar 2011. Die Drittelparität würde zum Schuljahr 2011/2012 wirksam.</p>
<p><strong>Das weitere Vorziehen des Einschulungsalters wird gestoppt, kommunale Schulmodelle werden unverzüglich genehmigt, ebenso wird den neu gegründeten Gesamtschulen der Ganztag genehmigt und der Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen ermöglicht. </strong></p>
<p>Bestimmte Entscheidungen erfordern keine Gesetzesänderung und können administrativ gefällt werden. Da das Schulministerium von Sylvia Löhrmann geführt werden wird, sind wir sicher, dass hier rasch richtige und wichtige Entscheidungen fallen.</p>
<p>Wichtig ist, dass Kommunen, die Schulmodelle entwickelt haben und bislang aus Furcht vor dem bislang restriktiven Ministerium keine Anträge gestellt haben, nun rasch Anträge auf Genehmigung stellen (am besten auch das <a href="http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Ministerium/Kontakt/index.html" target="_blank">Ministerinbüro</a> direkt informieren). § 25 des derzeit gültigen Schulgesetzes erlaubt die Genehmigung von Schulversuchen.</p>
<p>Gleiches gilt auch für bereits genehmigte Schulmodelle, die aber nicht in der ursprünglich geplanten Form genehmigt wurden, und die nun die Chance haben, bestimmte Restriktionen loszuwerden. Auch sie sollten neue Anträge stellen.</p>
<p>Die Gründung von Gesamtschulen wurde seitens der schwarz-gelben Landesregierung bisher behindert, neuen Gesamtschulen der Ganztag vorenthalten und der Gemeinsame Unterricht untersagt. Damit soll nun Schluss sein. Die 39 Initiativen zur Gründung von Gesamtschulen in NRW werden Rückenwind erhalten.</p>
<p><strong>Ein Inklusionsplan wird die Forderungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzen. </strong></p>
<p><a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10371.pdf?von=1&amp;bis=0">Eine fraktionsübergreifende Entschließung zum Thema Inklusion</a> ist im Dezember 2009 nach monatelangen Verhandlungen an der FDP gescheitert, die CDU lehnte damals aus Koalitionsgründen entgegen der eigenen Überzeugung ebenfalls ab.</p>
<p>Das Schulministerium hat seither nur zweimal zu einem Runden Tisch gebeten, allerdings ohne verbindliche Verabredungen zu treffen. Nun werden SPD und Grüne zum 15.07.2010 den <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-26.pdf">Antrag von Dezember erneut ins Plenum</a> einbringen, und wir hoffen, dass die CDU diesmal mitstimmt. In dem Antrag wird die Landesregierung aufgefordert, einen Inklusionsplan aufzustellen. Darin wird geregelt werden, wie der Umbau vom aussortierenden Förderschulsystem hin zum inklusiven Bildungssystem bewerkstelligt werden kann. Zurzeit besuchen 85 % der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Förderschule, 15 % nehmen am Gemeinsamen Unterricht in der Regelschule teil. Dieses Verhältnis wollen wir in wenigen Jahren umkehren. Für die Umsetzung des Inklusionsplans, z.B. für zusätzliches Personal und Fortbildung wird es einen Fonds geben. Die Kompetenzzentren sollen langfristig zu Beratungszentren, also Schulen ohne Schüler werden.</p>
<p>Direkt nach Regierungsübernahme wird alles unternommen werden, damit möglichst jedes Kind, deren Eltern den Besuch der Regelschule wünschen, auch einen Platz dort erhält. Eltern, die hier auf Schwierigkeiten stoßen, sollten sich bei uns (<a href="mailto:sigrid.beer@landtag.nrw.de">sigrid.beer@landtag.nrw.de</a>) bzw. direkt im <a href="http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Ministerium/Kontakt/index.html" target="_blank">Ministerium</a>  melden. Das Recht auf inklusive Bildung werden wir schulgesetzlich verankern. Dafür ist eine Schulgesetznovelle notwendig, die so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden soll.</p>
<p><strong>Offener Ganztag an Grundschulen wird ausgebaut und die Pauschalen werden noch in 2010 erhöht. Der Ganztag an der Sekundarstufe I wird ebenfalls ausgebaut. </strong></p>
<p>Seit 2003 wurden die Pauschalen für die Offene Ganztagsgrundschule nicht an die Tarifsteigerungen angepasst. Erhöhungen gingen so zu Lasten der Kommunen und Träger und meist auch zu Lasten der Qualität. Hier soll schon kurzfristig eine Anpassung erfolgen. Der Ganztagsausbau geht weiter: pro Jahr sollen 20.000 Plätze in den Grundschulen dazukommen, und auch in der Sekundarstufe I wird es einen Ausbau geben. Gemeinschaftsschulen sollen in der Regel Ganztagsschulen sein.</p>
<p><strong>Kleinere Klassen: Die freiwerdenden Finanzmittel durch rückläufige Schülerzahlen (demografischer Effekt) bleiben im System und werden für Qualitätsverbesserungen genutzt, um unter anderem kleinere Lerngruppen oder Doppelbesetzungen zu ermöglichen. </strong></p>
<p>Das ist nicht selbstverständlich: Freiwerdende Mittel fließen nicht zurück in den allgemeinen Haushalt, sondern werden für qualitative Verbesserungen genutzt. Hierzu zählen innovative Projekte, Fortbildungen und Verbesserungen der Unterrichtssituation, z.B. mit den Möglichkeiten, Lerngruppen zu verkleinern oder mit zwei Lehrkräften zu unterrichten. Übrigens hatte die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung keineswegs vor, die Demografie-Effekte im System zu belassen, wie uns jetzt zugängliche Unterlagen zeigen.</p>
<p><strong>Gymnasien sollen bis Anfang 2011 entscheiden, ob sie weiterhin das Abitur nach acht Jahren anbieten wollen oder ob sie zum neunjährigen Abitur zurückkehren wollen. Die Entscheidung bleibt dann bindend. </strong></p>
<p>Das Turbo-Abi hat für viel Ärger gesorgt. Ein komplettes Zurück ist aber nicht sinnvoll und würde an den Schulen, die sich mit viel Mühe umgestellt haben und G8 beibehalten wollen, neuen Umstellungsaufwand verursachen. Deshalb wollen wir die Entscheidung über G8 oder G9 in die Hände der jeweiligen Schulkonferenzen legen. Dort sollen Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern &#8211; unter Berücksichtigung der örtlichen Bildungslandschaft &#8211; gemeinsam entscheiden, wie es weitergehen soll. Hierfür wird es ein Zeitfenster bis Anfang 2011 geben. Wir empfehlen, dazu bereits jetzt in den Schulen Befragungen durchzuführen, damit Eltern und SchülerInnen angemessen einbezogen werden.</p>
<p><strong>Längeres gemeinsames Lernen: </strong></p>
<p><strong>Jede Schule muss alle einmal aufgenommenen Kinder zum Abschluss führen. Abschulen wird abgeschafft. </strong></p>
<p><strong>Gemeinschaftsschule: Sie wird schulgesetzlich ermöglicht, über die Einführung vor Ort entscheiden die Kommunen. Die Gemeinschaftsschule unterrichtet in den Klassen 5 und 6 gemeinsam. Danach kann integriert unterrichtet werden oder nach Bildungsgängen getrennt. Jede Gemeinschaftsschule muss auch gymnasiale Standards einschließen und jede muss Anschluss an die Sekundarstufe II bieten, d.h. mindestens mit einer Oberstufe eines benachbarten Gymnasium oder einer Gesamtschule kooperieren. </strong></p>
<p>Von verschiedenen Seiten wird ein &#8220;Schulkrieg&#8221; herbeigeredet beziehungsweise -geschrieben. Wichtig ist zu wissen: Grundschulen bleiben wie bisher Schulen bis Klasse 4. Die Grundschulzeit wird nicht verlängert.</p>
<p>Keine Schule wird von einer rot-grünen Regierung geschlossen. Über Schulschließungen und Zusammenlegungen von Schulen sowie über eventuelle Neugründungen sollen die Schulen und die Kommunen vor Ort in Abstimmung mit allen Beteiligten entscheiden. Die Regierung legt nur den Rahmen fest. Dabei ist uns wichtig, dass die neue Gemeinschaftsschule gymnasiale Standards enthält, d.h. die Option auf den Bildungsabschluss Abitur. Wir wollen kein Zwei-Säulenmodell von Gymnasium mit Abitur und Schule ohne Abitur, wie es etwa der FDP vorschwebt.</p>
<p>Ebenfalls wichtig ist, dass seitens des Landes Standardsetzung und -sicherung durch teilzentrale und zentrale Prüfungen gewährleistet ist.</p>
<p><strong>Mehr Entscheidungskompetenzen für die Schulen, mehr Entscheidungskompetenzen für die Kommunen. Die Schulaufsicht wird daran angepasst. </strong></p>
<p>Mit einer großen Schulgesetznovelle werden die Aufgaben neu geordnet. Ziel ist mehr Verantwortung vor Ort. Das bedeutet auch für Grüne vor Ort mehr Möglichkeit zur Gestaltung. Genaueres wird im Zuge des bevorstehenden Gesetzgebungsprozesses mit der Schulgesetznovelle geregelt werden.</p>
<p><strong>Die Lehrerausbildung wird novelliert und in Zukunft schulformunabhängig sein. Die Dauer des Referendariats wird auf 18 Monate festgeschrieben. Eine Kommission zur Dienstrechtsreform wird Vorschläge für gerechtere Besoldung, Bezahlung und Arbeitszeit der Lehrkräfte entwickeln und auch das Problem der finanziellen Nachteile der angestellten LehrerInnen angehen. </strong></p>
<p><a href="http://sylvia-loehrmann.de/949/keine-arbeitszeitverlaengerung-fuer-lehrerinnen-und-lehrer/">Die Pressemeldung, Rot-Grün plane Mehrarbeit für Lehrer war eine bewusste Falschmeldung</a>. Diejenigen LehramtsanwärterInnen, die im Sommer 2010 nicht zum Zuge gekommen sind, wollen wir schnellstmöglich beginnen lassen und vermeiden, dass sich zum Einstellungstermin 01.02.2011 Hindernisse ergeben .</p>
<p><strong>In der Weiterbildung werden die Kürzungen seit 2005 zurückgenommen. </strong></p>
<p>Dies betrifft Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen freier Träger gleichermaßen. </p>
<p>Bei weiteren Rückfragen können Sie sich gerne an Sigrid Beer oder auch an unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter <a href="mailto:Czerwinski,%20Norbert%20(Gruene)">Norbert Czerwinski </a>(Tel.: 0211-884-2885) wenden.</p>
<p>Der vollständige Text des Koalitionsvertrages findet sich u.a. unter <a href="http://www.gruene-nrw.de/koalitionsvertrag.htm">www.gruene-nrw.de/koalitionsvertrag.htm</a>.</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p><strong>Sigrid Beer MdL<br />
</strong>Fraktion B90/Die Grünen im Landtag<br />
<strong>Sprecherin für Bildungs-,  </strong><strong>Kirchenpolitik und Petitionsangelegenheiten<br />
</strong>Tel: 0211-884-2805/2603<br />
Mail: sigrid.beer@landtag.nrw.de<br />
<a title="http://www.sigrid-beer.de/" href="http://www.sigrid-beer.de/">www.sigrid-beer.de</a></p>
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		<title>Bildungsaufbruch ist überfällig</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 14:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum heutigen Bildungsstreik erklären Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Nordrhein-Westfalen:

&#8220;Wir unterstützen die Proteste der Schülerinnen und Schüler und der Studierenden für ein gerechteres und besseres Bildungssystem und das Recht auf Ausbildung. Ihre berechtigten Forderungen tragen sie nun seit einem Jahr vor, doch Schwarz-Gelb ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum heutigen Bildungsstreik erklären Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Nordrhein-Westfalen:</p>
<p><a href="http://sylvia-loehrmann.de/wp-content/uploads/2010/05/100505-bildungsstreik-40.jpg"><img class="size-medium wp-image-849 alignleft" title="100505-bildungsstreik (40)" src="http://sylvia-loehrmann.de/wp-content/uploads/2010/05/100505-bildungsstreik-40-249x167.jpg" alt="" width="249" height="167" /></a></p>
<p>&#8220;Wir unterstützen die Proteste der Schülerinnen und Schüler und der Studierenden für ein gerechteres und besseres Bildungssystem und das Recht auf Ausbildung. Ihre berechtigten Forderungen tragen sie nun seit einem Jahr vor, doch Schwarz-Gelb ist über die Ankündigung einer Bildungsrepublik und wohlfeile Sonntagsreden nicht hinausgekommen. Auch der Bologna-Gipfel im Mai und der nächste Bildungsgipfel drohen zu bloßen Showveranstaltungen zu werden, wenn Schwarz-Gelb nicht endlich aufwacht, eine deutlich höhere Priorität auf einen gerechten Zugang zu besserer Bildung setzt und die Unterfinanzierung unseres Bildungssystems konsequent angeht.</p>
<p>Mit ihrer bisherigen Politik und dem sturen Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem, auch gegen den Willen vieler Eltern und Gemeinden, raubt Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen jungen Menschen nicht nur Lebenschancen, sondern schadet damit auch der Zukunft des ganzen Landes.</p>
<p>Die Schülerinnen und Schüler wollen statt des vermurksten Turbo-Abiturs und Kopfnoten zu Recht einen mutigen und dringend notwendigen Schritt hin zu echten Ganztagsschulen mit längerem gemeinsamen Lernen, kleineren Klassen und individueller Förderung.</p>
<p>Mit dem so genannten Hochschulfreiheitsgesetz hat sich Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen getreu dem Motto &#8220;Privat vor Staat&#8221; aus der Verantwortung gestohlen. Die Studiengebühren müssen wieder abgeschafft, die Hochschulen besser ausgestattet und der Bologna-Prozess dringend korrigiert werden.</p>
<p>Dieser Bildungsaufbruch, mit dringend notwendigen Reformen, muss zügig eingeleitet und umgesetzt werden, wenn die Ankündigung der Bildungsrepublik nicht bloß leeres Gefasel gewesen sein soll. Dazu gehört auch die Abschaffung des Kooperationsverbots im Bildungsbereich, das selbst Bundesbildungsministerin Schavan inzwischen als einen Fehler bezeichnet. Sie steht damit auch in der Verantwortung, die Korrektur dieses Fehlers schnellstmöglich einzuleiten.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://sylvia-loehrmann.de/wp-content/uploads/2010/05/100505-bildungsstreik_kleiner.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-851" title="100505-bildungsstreik_kleiner" src="http://sylvia-loehrmann.de/wp-content/uploads/2010/05/100505-bildungsstreik_kleiner-685x458.jpg" alt="" width="685" height="458" /></a></p>
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		<title>Elternunmut über Turbo-Abi</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 11:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Löhrmann: Schwarz-Gelb lügt sich aus der Verantwortung
Zur Behauptung der Landesregierung, Rot-Grün habe das Turbo-Abi zu verantworten, entgegnet Sylvia Löhrmann MdL, Fraktionsvorsitzende:
„Mit dieser Argumentation, den Unmut bei der Vorgängerregierung abzuladen, wollen Rüttgers und Pinkwart mal wieder vom eigenen Versagen ablenken und stehlen sich aus der Verantwortung. Das ist feige und eine glatte Lüge. Rot-Grün hatte ein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Löhrmann: Schwarz-Gelb lügt sich aus der Verantwortung</h3>
<p>Zur Behauptung der Landesregierung, Rot-Grün habe das Turbo-Abi zu verantworten, entgegnet Sylvia Löhrmann MdL, Fraktionsvorsitzende:</p>
<p>„Mit dieser Argumentation, den Unmut bei der Vorgängerregierung abzuladen, wollen Rüttgers und Pinkwart mal wieder vom eigenen Versagen ablenken und stehlen sich aus der Verantwortung. Das ist feige und eine glatte Lüge. Rot-Grün hatte ein völlig anderes Konzept der Schulzeitverkürzung beschlossen: Die schrittweise Einführung mit einer Verkürzung in der Oberstufe und einem optionalen Förderjahr für die Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit brauchen. Das hätte außerdem die Durchlässigkeit in der Sekundarstufe I gewahrt. </p>
<p>Für den berechtigten Unmut der Eltern über das Chaos, das Schwarz-Gelb angerichtet hat, tragen allein Rüttgers und Pinkwart die Verantwortung. Die überstürzte Einführung ohne Veränderung der Lehrpläne, übervolle Stundenpläne in der Sekundarstufe I bei fehlendem Ganztag und Streichung des optionalen Förderjahres, um auf die individuellen Zeitbedarfe der Jugendlichen reagieren zu können. Das alles ist, was die Eltern auf die Palme bringt.</p>
<p>Wir Grüne wollen wie die Eltern, dass Schulen die Möglichkeit erhalten, selbst zu entscheiden, ob sie das Abitur nach zwölf oder dreizehn Jahren anbieten.&#8221;</p>
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		<title>Grüner Bildungskongress: Auf zu neuer Bildung</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 19:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon das Eintreten in das Schulgebäude versetzte manche Besucherinnen und Besucher unseres Bildungskongresses in Staunen.
Olivenbäume, eine wunderbare Galerie, ein kleines fließendes Gewässer, helles Licht: Das Foyer der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen-Bismarck ist schon beeindruckend. Wer dann die Klassenräume betrat, war eher an Urlaub im Blockhaus als an die eigene Schulzeit erinnert. Hier macht Lernen Spaß, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon das Eintreten in das Schulgebäude versetzte manche Besucherinnen und Besucher unseres Bildungskongresses in Staunen.</p>
<p>Olivenbäume, eine wunderbare Galerie, ein kleines fließendes Gewässer, helles Licht: Das Foyer der<a href="http://www.e-g-g.de/" target="_blank"> Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen-Bismarck</a> ist schon beeindruckend. Wer dann die Klassenräume betrat, war eher an Urlaub im Blockhaus als an die eigene Schulzeit erinnert. Hier macht Lernen Spaß, auch auf dem Grünen Bildungskongress am vergangenen Sonntag.</p>
<p>Doch nicht nur das Äußerliche beeindruckte. Auch die Inhalte, die Expertinnen und Experten waren beeindruckend.</p>
<p>Schade, dass die Landes-CDU nicht geschlossen dort aufgetaucht ist – sie hätten sonst ihre versuchte Plakatkampagne vor den Schulen des Landes direkt eingetütet – oder besser geschreddert.</p>
<p>Die CDU will, dass die Ortsverbände vor jede Schule ein Plakat hängen mit dem Text: „Diese Schule wird geschlossen, wenn Rot-Rot regiert“. <a href="../../../../../641/gute-bildung-fuer-alle-moeglich-machen/">Das ist kein Wahlkampf, das ist politische Brandstiftung.</a> Wer das nötig hat, ist offenbar von seinen eigenen Konzepten nicht sonderlich überzeugt.</p>
<p>Doch zurück zum Bildungskongress: Da haben wir über die gesamte Bildungskette diskutiert – und von zahlreichen Expertinnen und Experten, Lehrkräften, Verbänden, Eltern und Schülerinnen und Schülern viel Rückendeckung für <a href="http://www.gruene-nrw.de/themen/programm/kluges-nrw.html" target="_blank">unseren Zukunftsplan &#8220;Kluges NRW&#8221; </a>bekommen.</p>
<p>Nicht nur Rückendeckung – sondern auch neue Impulse für die anstehenden Diskussionen. Insbesondere der Schweizer Schulgründer <a href="http://www.sbw.edu/" target="_blank">Peter Fratton</a> war geistreich, witzig und charmant.</p>
<blockquote><p>Schulen müssen mindestens kindgerecht, aber vom Aufwand her mindestens so gestaltet sein wie Sparkassen.</p></blockquote>
<p>Oder:</p>
<blockquote><p>Lehrer gestalten Lehren zeitgemäßer, wenn sie Lernbegleiter sind.</p></blockquote>
<p>Nur zwei seiner famosen Thesen für eine kinderorientierte Bildungspolitik.</p>
<p>In seiner Schule hat er konsequent die „individuelle Förderung“ umgesetzt, von der bei uns leider nur immer die Rede ist. Und dazu war nicht Optimierung notwendig, sondern ein echter Paradigmenwechsel. Und erst wenn dem entsprechende Handlungen folgen, entsteht echte Innovation.</p>
<p>Wie mir berichtet wurde, erklärte auch <a href="http://www.leuphana.de/matthias-von-saldern.html" target="_blank">Prof. Matthias von Saldern</a> in seinem Workshop eindrucksvoll, wie Individualisierung von Unterricht gelingen kann. Er brachte es in seinem Impulsreferat auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>Individualisierung ist für viele eine pädagogische Hochwertvokabel: Jeder ist dafür und keiner weiß, wie es gehen soll … solange man so arbeitet wie bisher</p></blockquote>
<p>Notwendig sind für von Saldern sowohl Reformen der inneren wie der äußeren Schulstruktur. Längeres gemeinsames Lernen, flexible Übergänge, kein Sitzenbleiben oder Überspringen, echter Ganztag, Lerngruppen statt Jahrgangsklassen, echter Ganztag.</p>
<p>Auch aus den anderen Foren zeigten die Kurzberichte: Wir Grüne – und all die vielen, die mit uns gemeinsam an der Schule der Zukunft dran sind – sind genau auf dem richtigen Pfad. Und immer lieber zitiere ich Victor Hugo:</p>
<blockquote><p>Es gibt nichts Mächtigeres, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/gruener-bildungskongress-in-gelsenkirchen.html" target="_blank">Wer mehr über den Grünen Bildungskongress wissen will, kann demnächst hier mehr erfahren</a>.</p>
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		<title>Vermurkste Schulzeitverkürzung</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 17:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[G8]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulzeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Studienplätze]]></category>
		<category><![CDATA[Turbo-Abi]]></category>

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		<description><![CDATA[2010 wird es eng in der Sekundarstufe II, zumindest auf dem Gymnasium. Denn parallel zum letzten Schülerjahrgang des neunjährigen Weges zum Abitur kommen die ersten SchülerInnen des gekürzten, achtjährigen Weges in die Oberstufe. Für die einen bedeutet das Klassenstufe 11, für die anderen Klassenstufe 10. Das klingt verdammt kompliziert und das ist es auch.
Die Landesregierung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2010 wird es eng in der Sekundarstufe II, zumindest auf dem Gymnasium. Denn parallel zum letzten Schülerjahrgang des neunjährigen Weges zum Abitur kommen die ersten SchülerInnen des gekürzten, achtjährigen Weges in die Oberstufe. Für die einen bedeutet das Klassenstufe 11, für die anderen Klassenstufe 10. Das klingt verdammt kompliziert und das ist es auch.</p>
<p>Die Landesregierung hat mit der Einführung des G8-Abiturs zeigen wollen, dass sie rasch handelt und alles flotter macht, eben auch den Weg zum Abitur. Damit hat sie eine wenig durchdachte Reform auf den Weg gebracht, die zahlreiche Probleme geschaffen hat und die letztlich auf dem Rücken der Schüler- und Lehrerschaft ausgetragen wird. Die Schulzeitverkürzung findet in der Sekundarstufe I statt, ohne dass die Lehrpläne entrümpelt wurden. So wurde ein Jahr Lehrstoff bei den anderen Schuljahren draufgesattelt. Das bedeutete mehr als 40 Stunden Schule für Dreizehnjährige; und das an Gymnasien, die auf Ganztagunterricht selten eingerichtet sind und wo es oft nicht einmal eine Mittagsverpflegung gibt. Und als die Kritik immer lauter wurde, beschimpfte die Ministerin die LehrerInnen und gab ihnen die Schuld am Turbo-Abi-Stress.</p>
<p>Der Stress in der Sekundarstufe I wird bleiben, neu hinzu kommt nun die schwierige Situation der parallel laufenden Oberstufen. Nicht nur hinsichtlich der Stundenplangestaltung eine Herausforderung für die Schulen.</p>
<p>Richtig kritisch wird es 2013, wenn beide Jahrgänge gleichzeitig Abitur machen. Dann werden 50 bis 60.000 SchülerInnen zusätzlich auf den Markt der Lehrstellen und Studienplätze drängen und sich in Folge verstärkt auch um die Lehrstellen bewerben, bei denen bislang Haupt- und RealschülerInnen überhaupt noch Chancen hatten.</p>
<p>Die Vorbereitungen der Landesregierung auf diese schwierige Situation verliert sich im Klein- Klein und erinnert eher an das Pfeifen im Walde, das Mut machen soll.</p>
<p>Wir Grüne haben früh auf die Gefahren hingewiesen und eine optionale Schulzeitverkürzung vorgeschlagen, die sich nach den individuellen Lerngeschwindigkeiten richtet. Ob 12 oder 13 Jahre sollte nicht zwangsverordnet sein, diese Erkenntnis dämmert mittlerweile vielen Bundesländern. Nur die NRW-Landesregierung zeigt sich unbeeindruckt. Zumindest vorläufig &#8211; bis zum 9.Mai.</p>
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		<title>Remscheider Waldorfschule im Landtag</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 12:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Wahlkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Turbo-Abi]]></category>

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		<description><![CDATA[Löhrmann: Lebhafte Debatte über aktuelle Themen
 
Die 11. Klasse der Remscheider Rudolf-Steiner-Schule war am gestrigen Donnerstag zu einem umfassenden Besuch im Landtag, mit Einführungsveranstaltung, Teilnahme an der Plenardebatte und Diskussion mit der Vorsitzenden der grünen Landtagsfraktion, Sylvia Löhrmann MdL.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, die Plenardebatte zur Gesundheitsreform zu verfolgen, bei der über den grünen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Löhrmann: Lebhafte Debatte über aktuelle Themen</h2>
<p> </p>
<p>Die 11. Klasse der Remscheider Rudolf-Steiner-Schule war am gestrigen Donnerstag zu einem umfassenden Besuch im Landtag, mit Einführungsveranstaltung, Teilnahme an der Plenardebatte und Diskussion mit der Vorsitzenden der grünen Landtagsfraktion, Sylvia Löhrmann MdL.</p>
<p>Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, die Plenardebatte zur Gesundheitsreform zu verfolgen, bei der über den grünen Antrag &#8220;Unsolidarische Gesundheitsreform der schwarz-gelben Bundesregierung stoppen!&#8221; debattiert wurde.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion mit der Solinger Abgeordneten bewiesen die Jugendlihen großes Interesse an einem breiten Themenspektrum:</p>
<p>&#8220;Neben Fragen zur Schulpolitik (hier vor allem zum Turbo-Abitur) haben wir parlamentarische Abläufe ebenso diskutiert wie die Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden,&#8221; so Sylvia Löhrmann. &#8220;Intensiv und seitens der Schülerinnen und Schüler auch ausgesprochen kritisch wurde auch über die Steuersünderkartei und die Frage des Aufkaufs durch die Bundesregierung debattiert.</p>
<p>Ich freue mich immer auf diese Besuchstermine aus meinem Wahlkreis und bin immer wieder überrascht, wie kritisch, aufgeweckt und selbstbewusst die Jugendlichen die unterschiedlichsten Themen angehen. Sie waren sehr gut auf den Besuch vorbereitet und ich hoffe, dass sie viele positive Eindrücke vom Innenleben des &#8220;Raumschiff Landtag&#8221; mitgenommen haben.&#8221;</p>
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		<title>40 Jahre Gesamtschulen in NRW</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 12:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[40 Jahre Gesamtschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsgerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtschule]]></category>
		<category><![CDATA[GEW]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Beer]]></category>
		<category><![CDATA[Turbo-Abi]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Herbst feierten die ersten sieben Pioniere des &#8220;Schulversuch Gesamtschule&#8221; das 40-jährige Bestehen. Am vergangenen Samstag lud die GEW zur großen Festveranstaltung &#8220;40 Jahre Gesamtschule in NRW&#8221;.
Hierzu erklären die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann und Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin:
&#8220;Vor vierzig Jahren begann der Schulversuch Gesamtschule. Heute sehen wir die enormen Integrationsleistungen, die die mittlerweile weit über 200 Gesamtschulen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Herbst feierten die ersten sieben Pioniere des &#8220;Schulversuch Gesamtschule&#8221; das 40-jährige Bestehen. Am vergangenen Samstag lud die GEW zur großen Festveranstaltung &#8220;40 Jahre Gesamtschule in NRW&#8221;.</p>
<p>Hierzu erklären die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann und Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin:</p>
<p>&#8220;Vor vierzig Jahren begann der Schulversuch Gesamtschule. Heute sehen wir die enormen Integrationsleistungen, die die mittlerweile weit über 200 Gesamtschulen in NRW erbringen. Sie ermöglichen auch Kindern aus ungünstigen Lebensbedingungen eine erfolgreiche Bildungsbiografie. Im letzten Jahr hatten über 70 % der Abiturienten an Gesamtschulen ursprünglich eine Empfehlung für Haupt- oder Realschule &#8211; ein Abitur hatte man ihnen nicht zugetraut. Gesamtschulen schaffen mehr Bildungsgerechtigkeit und schöpfen Bildungspotentiale besser aus. Das ist gut für die Kinder und Jugendlichen. Das ist gut für unser Land und unsere Wirtschaft.</p>
<p>Und der Zuspruch zur Gesamtschule ist deutlich gewachsen. Nicht zuletzt das Turbo-Abitur an den Gymnasien verstärkt den Run auf die Gesamtschule noch einmal. Und trotz der gesamtschulfeindlichen Landesregierung gründen sich in vielen Teilen des Landes Initiativen für neue Gesamtschulen.</p>
<p>Wir gratulieren allen Gesamtschulen, ihren Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern und wir wünschen den zahlreichen Initiativen unbeirrbaren Mut und Zuversicht.&#8221;</p>
<p>Frau Löhrmann und Frau Beer nahmen an der Veranstaltung am Samstag persönlich teil.</p>
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		<title>Doppelter Abiturjahrgang 2013</title>
		<link>http://sylvia-loehrmann.de/474/doppelter-abiturjahrgang-2013/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 12:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelter Abiturjahrgang]]></category>
		<category><![CDATA[Pinkwart]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
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		<category><![CDATA[VBE]]></category>

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		<description><![CDATA[Löhrmann: Endlich Hand in Hand Konzepte erarbeiten
Zu der Kritik des VBE am Abitur-Doppeljahrgang und den dafür verantwortlichen Ministern Andreas Pinkwart und Barbara Sommer erklärt Sylvia Löhrmann MdL, Fraktionsvorsitzende:
„Der VBE bringt auf den Punkt, wie verantwortungslos mit der Zukunft von mehr als 500.000 Jugendlichen in 2013 umgegangen wird. 2013 strömt ein Abiturdoppeljahrgang auf den Ausbildungsmarkt, der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Löhrmann: Endlich Hand in Hand Konzepte erarbeiten</h1>
<p><span style="font-family: Arial;">Zu der Kritik des VBE am Abitur-Doppeljahrgang und den dafür verantwortlichen Ministern Andreas Pinkwart und Barbara Sommer erklärt <strong>Sylvia Löhrmann MdL</strong>, Fraktionsvorsitzende:<br />
„Der VBE bringt auf den Punkt, wie verantwortungslos mit der Zukunft von mehr als 500.000 Jugendlichen in 2013 umgegangen wird. 2013 strömt ein Abiturdoppeljahrgang auf den Ausbildungsmarkt, der durch die schlechten Vorbereitungen von Minister Pinkwart und Ministerin Sommer einer bodenlosen Chancenlosigkeit ausgesetzt ist. Der Druck auf den Arbeitsmarkt wird 2013 so groß sein, dass viele der Abiturienten, insbesondere aber Jugendliche ohne Abi, keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden werden. Dies wird das Ergebnis der vermurksten Reform der Schulministerin sein, die das G8 im Hauruckverfahren durchgeboxt hat. Dazu kommt die Marktradikalität, für die Minister Pinkwart in der Hochschulbildung die Verantwortung trägt. Die Jugendlichen sind sich selbst überlassen, und nur der oder die vermeintlich Stärkste wird 2013 eine Ausbildungsplatz erhalten. Um die prekäre Situation endlich zu entschärfen, müssen Ministerin Sommer und Minister Pinkwart Hand in Hand Konzepte erarbeiten, wie den Jugendlichen 2013 Chancen auf eine Ausbildung und Arbeit gegeben werden können.  Bayern wird zum Abiturdoppeljahr die Zahl der Studienplätze erhöhen. Gleichzeitig wird die vorzeitige Immatrikulation für das Sommersemester 2013  durch das Vorziehen der Abiturprüfung um zwei Monate ermöglicht. Mindestens 50.000 zusätzliche Studienplätze brauchen wir in NRW!<br />
Minister Pinkwart und Ministerin Sommer legen die Hände in den Schoß und stehlen sich aus der Verantwortung.“<br />
</span></p>
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		<title>Sommer zum Bildungsstreik</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Turbo-Abi]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum WDR-Interview  mit Ministerin Sommer zum Bildungsstreik  erklärt die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann MdL:

„Das ist ein mieses Schwarzer-Peter-Spiel statt endlich Verantwortung zu  übernehmen!
Es ist schon dreist, wie Ministerin Sommer Verständnis für die Streikenden  heuchelt und gleichzeitig jegliche Verantwortung von sich weist. Es greift zu  kurz, dem Protest der Schülerinnen und Schüler ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zum WDR-Interview  mit Ministerin Sommer zum Bildungsstreik  erklärt die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann MdL:</h4>
<div>
<p>„Das ist ein mieses Schwarzer-Peter-Spiel statt endlich Verantwortung zu  übernehmen!</p>
<p>Es ist schon dreist, wie Ministerin Sommer Verständnis für die Streikenden  heuchelt und gleichzeitig jegliche Verantwortung von sich weist. Es greift zu  kurz, dem Protest der Schülerinnen und Schüler mit dem Hinweis zu begegnen, die  Lehrkräfte mögen weniger Hausaufgaben aufgeben.</p>
<p>Es ist billig, nun den Schulen den Schwarzen Peter zuzuschieben. Es war  Schulministerin Sommer, die das Turbo-Abitur an den Gymnasien anordnete, es ist  die Schulministerin, die die dafür notwendige Entschlackung der Lehrpläne  verbummelt hat, und es ist die Schulministerin, die für einen flächendeckenden  Ganztagsausbau Sorge zu tragen hätte.</p>
<p>Der Ruf nach Selbstständigkeit erfolgt bei Schwarz-Gelb immer dann, wenn die  Schulen vor Ort die Kohlen für vermurkste Reformen aus dem Feuer holen sollen.  Ansonsten wird bürokratisch durchregiert, wie bei den Kopfnoten, der  Zwangsschulzeitverkürzung oder der Abschaffung der Drittelparität. Da ist von  Selbstverantwortung und Freiheit keine Spur.</p>
<p>Mit dieser mal-so-mal-so-Haltung wird Ministerin Sommer ihrer Verantwortung  einer zukunftsweisenden Steuerung im Bereich Schule nicht gerecht. Die Balance  von Freiheit und Verantwortung stimmt vorne und hinten nicht!&#8221;</p></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Gute Bildung statt Steuergeschenke</title>
		<link>http://sylvia-loehrmann.de/243/gute-bildung-statt-steuergeschenke/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungssoli]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfnoten]]></category>
		<category><![CDATA[Turbo-Abi]]></category>
		<category><![CDATA[verstärkte Selektion]]></category>
		<category><![CDATA[zu große Klassen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sprechzettel zur Pressekonferenz am 20.11.2009, Düsseldorf
Die grüne Landtagsfraktion unterstützt die Forderungen von SchülerInnen und Studierenden und hat zwei Anträge eingebracht: einen mit der Aufforderung, die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Steuererleichterungen im Bundesrat abzulehnen, und einen zweiten Antrag zur Umwandlung des Soli-Ost in einen Bildungssoli.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir Grüne haben in den letzten Tagen  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="inhalt">
<h4>Sprechzettel zur Pressekonferenz am 20.11.2009, Düsseldorf</h4>
<p>Die grüne Landtagsfraktion unterstützt die Forderungen von SchülerInnen und Studierenden und hat zwei Anträge eingebracht: einen mit der Aufforderung, die von der Bundesregierung vorgeschlagenen <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10186.pdf">Steuererleichterungen</a> im Bundesrat abzulehnen, und einen <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10152.pdf">zweiten Antrag</a> zur Umwandlung des Soli-Ost in einen Bildungssoli.</p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
wir Grüne haben in den letzten Tagen  unsere Unterstützung für die Forderungen der SchülerInnen und Studierenden  deutlich gemacht. Wir finden es richtig und bemerkenswert, dass so viele junge  Leute für mehr und bessere Bildung aktiv werden. Ihre Ziele sind auch unsere  Ziele.<br />
Mit Interesse habe ich heute Morgen gehört, dass die Ablehnungsfront  bröckelt. Während man zum Beispiel in Niedersachsen auf einige Forderungen  eingeht, beschimpft Professor Pinkwart die Studierenden und versucht sie zu  spalten. Herr Pinkwart müsste doch mitbekommen haben, dass die Zeiten von  Basta-Politik vorbei sind.<br />
Gerade erst hat der &#8220;Stifterverband für die  deutsche Wissenschaft&#8221; unser Bundesland in der Schlussgruppe einsortiert, was  die Umsetzung des Bologna-Prozesses betrifft.<br />
Anders gesagt: Das Studium in  NRW ist wegen schwarz-gelber Hochschulpolitik im Bundesvergleich eines der  schlechtesten.<br />
Und dass das Hochschulministerium &#8220;verwundert über die  Ergebnisse&#8221; ist und nun erst einmal &#8220;die Datenlage überprüfen&#8221; will, ist nicht  verwunderlich, sondern bezeichnend. Vertagen, aussitzen statt handeln.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
gerade in der Bildungspolitik zeigt  sich das ganze Ausmaß des Scheiterns von CDU und FDP besonders eindrucksvoll.</p>
<p>Zwei zentrale Projekte der Landesregierung in der Hochschulpolitik waren  der Bologna-Prozess und die Studiengebühren. Gegen beides gibt es nun zum  zweiten Mal binnen eines Jahres massive Proteste von Studierenden im ganzen  Land. Das Studium ist verschult, die Hochschulen sind ökonomisiert, die  Steuerung hat das Land mutwillig aus der Hand gegeben. Und viele junge Leute  fangen angesichts der Gebührenhürde erst gar kein Studium mehr an.</p>
<p>Lassen Sie mich da mal konkret werden: Für viele junge Leute aus  Akademikerfamilien ist die Aufnahme eines Studiums eine Selbstverständlichkeit &#8211;  Studiengebühren sind nicht für alle eine Hürde. Die Kinder von Herrn Pinkwart  haben damit kein Problem. Aber bei Kindern aus Familien, die es nicht so &#8220;dicke&#8221;  haben, aus einfacheren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund, stellt sich  das eben auch heute noch ganz anders dar. Obwohl die jungen Leute das Zeug dazu  haben. Sie schrecken wegen der Studiengebühren davor zurück, sich auf ein für  sie unkalkulierbares Risiko einzulassen. Sie wollen vor ihrem Berufseinstieg  nicht mit einem Berg von Schulden dastehen.</p>
<p>Das ist die abschreckende  Wirkung von Gebühren. Gerade für die potenziellen Aufsteiger. Unter anderem  deshalb sind Studiengebühren verheerend für die Bildungsgerechtigkeit und die  wirtschaftliche Entwicklung im Land. Wir können es uns schlichtweg nicht  leisten, auf das Bildungspotenzial unserer jungen Leute zu verzichten. Und  während es vor einigen Jahren noch so aussah, als wäre NRW ohne Studiengebühren  in der Minderheit, so ist es dies jetzt mit den allgemeinen Studiengebühren: Im  Osten gab es sie nie, in Hessen wurden, im Saarland werden sie wieder  abgeschafft.<br />
Und in der Schulpolitik wachsen nun auch wieder die Proteste.  Und wiederum genau gegen die Projekte dieser Landesregierung: Kopfnoten,  Turbo-Abi, verstärkte Selektion, zu große Klassen.<br />
Apropos Turbo-Abi: Dass  Schule vielen keinen Spaß macht, das gehört in Deutschland ja schon länger zur  traurigen Realität. Dass aber nun Schule auch keine Zeit mehr lässt für Spaß  außerhalb der Schule, das ist für die Kinder im Lande eine  Katastrophe.<br />
Während in anderen Bundesländern mehr oder weniger ambitionierte  Entwicklungen in der Schulstruktur eingeleitet werden, verpasst NRW auch hier  den Anschluss &#8211; noch dazu gegen die eigene kommunale Basis.</p>
<p>Sehr geehrte  Damen und Herren, eines der Kardinalprobleme in der Bildungspolitik ist die  ideologische Blockade in den Köpfen vieler CDU- und FDP- Landespolitikerinnen  und -politiker. Sie orientieren sich an der Gesinnung statt am  Gebotenen.<br />
Statt &#8211; wie erforderlich &#8211; institutionelle Hürden abzubauen, tut  diese Landesregierung das genaue Gegenteil. Sie baut neue Hürden auf, sei es  durch die Abkopplung des Gymnasiums von den anderen Schulen der Sekundarstufe I  &#8211; Stichwort &#8220;Durchlässigkeit&#8221;; sei es durch die Einführung von Studiengebühren.  Damit zementieren CDU und FDP die soziale Spaltung und behindern die  Bildungschancen und den Bildungsaufstieg unzähliger Kinder und Jugendlicher.</p>
<p>Hinzu kommt ein weiteres Kardinalproblem. Die chronische  Unterfinanzierung unseres Bildungssystems.<br />
Gute Bildung kostet Geld. Da sind  sich sogar alle einig. Nicht einig sind wir uns aber in der Frage, ob und wie  wir dieses Geld aufbringen, und wie wir es auf Bund, Länder und Gemeinden  aufteilen. Es ist für mich schon erstaunlich,</p>
<ul>
<li>dass zur Finanzierung einer guten Lehre im Studium kein Geld in der  Staatskasse sein soll;</li>
<li>dass der systematische Ausbau des Ganztags in ordentlichen Räumen mit einem  anständigen Mittagessen angeblich unbezahlbar ist;</li>
<li>dass es kein Geld gibt für Erzieherinnnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen  und -pädagogen an jeder Schule gibt;</li>
<li>dass es kein Geld gibt für Schulassistentinnen und -assistenten, die die Lehrkräfte  unterstützen, damit diese sich umso intensiver den Kindern widmen können, statt  Arbeitsblätter zu kopieren;</li>
<li>dass Seife erst im Zuge der Schweinegrippe zum  Thema und zur Normalität in den Schulen wird;</li>
<li>dass Kinder vom Ganztag abgemeldet werden, weil ihre Familien sich das  Mittagessen nicht leisten können.</li>
</ul>
<p>Das alles ist vor allem deshalb so erstaunlich, weil ja die Steuergeschenke  für die Hoteliers, Erben und Besserverdienenden angeblich keinerlei Problem für  den Landeshaushalt darstellen. O-Ton Finanzministerium. Und für mehr Kindergeld  und höhere Kinderfreibeträge oder die unsägliche Herdprämie ist auch mehr Geld  da.</p>
<p><strong>Aber das Geld für Bildung fehlt.</strong> Wer heute mehr Geld für Kinder  ausgeben will, muss es in Kindergärten und Schulen investieren. In den Ausbau  für Kinder unter drei, in mehr Ganztagsschulen, in bessere pädagogische  Qualität. Die Bundesregierung setzt die völlig falschen Prioritäten, und  Rüttgers, Pinkwart, Linssen klatschen Beifall. Ich möchte betonen: Zusätzliches  Geld ist derzeit eigentlich gar nicht da. Alles was wir heute zusätzlich  ausgeben, machen wir auf Pump. Da ist es besonders wichtig, die richtigen  Prioritäten zu setzen. Diese Landesregierung hat im Schulterschluss mit der  Bundesregierung falsche Prioritäten gesetzt. Für Hoteliers, für Erben, für  Besserverdienende, gegen Kitas und Schulen.</p>
<p>Ich möchte kurz aufzeigen, was die  Steuerausfälle für NRW bedeuten:</p>
<ul>
<li>Die vorgesehenen Steuerentlastungen führen  im Haushaltjahr 2010 zu kassenmäßigen Steuermindereinnahmen von 650 Millionen  Euro in Nordrhein-Westfalen.</li>
<li>Strukturell ergeben sich jährlich  Steuermindereinnahmen von 885 Millionen Euro.</li>
<li>Selbst bei einer Teilkompensation  von 290 Millionen Euro für die Landeskasse fehlen jährlich mindestens 600  Millionen Euro im Etat.</li>
<li>Wenn man diese Mindereinnahmen bei der mittelfristigen  Finanzplanung berücksichtigt, ergibt sich für 2011 eine Nettoneuverschuldung von  7,2 bis 7,5 Milliarden Euro. Diese Beträge liegen dann um mehr als eine halbe  Milliarde Euro, möglicherweise sogar um fast eine Milliarde Euro über der  bisherigen Höchstmarke der Nettoneuverschuldung (6,7 Milliarden Euro).</li>
<li>Sollten  sich die im &#8220;Spiegel&#8221; geäußerten Befürchtungen von Finanzminister Linssen  bezüglich der Mehrwertsteuerermäßigung für Hoteliers bewahrheiten, wären dies  sogar etwas 8 Milliarden Euro! Tritt die Einkommenssteuerreform 2011 tatsächlich  in Kraft, kommen weitere gigantische Steuerausfälle hinzu!</li>
</ul>
<p>Das alles kann der  Landeshaushalt nicht verkraften, und die Kommunen schon gar nicht. Das ist  unverantwortlich!</p>
<p>Meine Fraktion wird die Landesregierung deshalb in einem  <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10186.pdf">Antrag</a> (Eckpunkte Anlage 1) auffordern, die Steuergeschenke für Hoteliers, Erben  und Besserverdienende im Bundesrat abzulehnen und eine breite Ablehnungsfront  mit anderen Bundesländern zu organisieren. CDU und FDP führen sehenden Auges  einen systematischen Staatsbankrott herbei; entgegen dem Wunsch und der  Erwartung der Bürgerinnen und Bürger, entgegen den Warnungen des geballten  ökonomischen Sachverstands, nicht zuletzt der fünf Wirtschaftsweisen. Die  Regierungspläne sind kein Wachstumsprogramm, und alles Gerede von der  Selbstfinanzierung der Steuerausfälle ist und bleibt dummes Geschwätz. Der  Bundesrat kann die &#8211; nicht für den NRW-Haushalt &#8211; fahrlässigen Beschlüsse der  neuen Bundesregierung stoppen.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
ja,  auch Investitionen in Bildung sind teuer. Wir werden eine Initiative starten, um  gute Bildung eben doch finanzieren zu können. Indem wir vorhandene Gelder  umschichten: Wir möchten den Ost-Soli schrittweise in einen Bildungs-Soli  umwandeln. Auch dazu werden wir einen <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10152.pdf">Antrag </a>(Eckpunkte Anlage 2) vorlegen,  der diesen Weg aufzeigt.<br />
Ab 2010 werden bis 2019 aus den Einnahmen des Soli  insgesamt 23 Milliarden Euro nicht mehr für den Solidarpakt Ost benötigt. Wir  wollen, dass dieses Geld nicht im Bundeshaushalt versickert, sondern allen  Bundesländern für Bildungsinvestitionen zur Verfügung gestellt wird. Statt in  Beton, wollen wir in die Köpfe investieren.<br />
Wir betrachten Bildung als eine  Aufgabe auf alle Ebenen, von Bund, Ländern und Gemeinden. Ohne eine spürbare  Unterstützung des Bundes werden Länder und Gemeinden die erforderlichen  Zukunftsinvestitionen in Kitas und Schulen nicht stemmen können.</div>
]]></content:encoded>
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