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	<title>Sylvia Löhrmann &#187; Kultur</title>
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	<description>Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen</description>
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		<title>Kulturhauptstadt 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 17:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[- Glück auf für die Metropole Ruhr!
Als Essen für das Ruhrgebiet den Zuschlag als Kulturhauptstadt 2010 erhalten hat,  hat mich riesig gefreut,. Denn zum einen fühle ich mich als gebürtige Essenerin &#8211; obwohl bereits seit Langem in Solingen ansässig &#8211; immer noch als Kind des Ruhrgebiets. Immer wenn ich dort hinfahre, sei es zu einem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>- Glück auf für die Metropole Ruhr!</h1>
<p>Als Essen für das Ruhrgebiet den Zuschlag als Kulturhauptstadt 2010 erhalten hat,  hat mich riesig gefreut,. Denn zum einen fühle ich mich als gebürtige Essenerin &#8211; obwohl bereits seit Langem in Solingen ansässig &#8211; immer noch als Kind des Ruhrgebiets. Immer wenn ich dort hinfahre, sei es zu einem Fußballspiel, sei es zu einem kulturellen oder politischen Event oder oder oder …, merke ich, wie stark meine Ruhrwurzeln sind. Ich höre die Sprache gerne, mag die direkte Art der Menschen und schätze das großartige und vielfältige Kulturprogramm. Zum anderen halte ich die Entscheidung nach wie vor für eine großartige Chance, den Strukturwandel im Ruhrgebiet voranzubringen und nachhaltig abzusichern. Denn ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als die Wäsche beim Trocknen draußen grau wurde. Insofern begrüße ich den Wandel zur grünen, kreativen Region, den auch GRÜNE mit forciert haben.</p>
<p>Ja, und dann kann ich sogar glatt mal Ministerpräsident Rüttgers zustimmen, wenn er ausführt, &#8220;Früher sagte man: &#8216;Das Revier ist grau.&#8217; Wir sagen: &#8216;Es ist grün.&#8217; Heute ist es weiß &#8211; und weiß ist bunt.&#8221; &#8211; aber es war EU-Kommissionspräsident Barroso, der den Kohlenpott als &#8220;Melting Pot der Völker und Kulturen&#8221; lobte. Und es war Bundespräsident Köhler, der den Strukturwandel hervorhob. Was läge näher, als &#8211; auf einem Kokereigelände sitzend, dem Symbol von Kohle und Stahl &#8211; die Notwendigkeit der Energiewende &#8211; hin zu den drei Es: Einsparung, Effizienz, Erneuerbare &#8211; in den Focus zu nehmen.</p>
<p>Als ich letzten Samstag bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung &#8211; trotz klirrender Kälte guter Dinge &#8211; saß, gingen mir allerdings auch die sich durch die Wirtschaftskrise verschärfenden Finanzprobleme durch den Kopf. Sie treffen das Ruhrgebiet und meine jetzige Heimat, das Bergische Städtedreieck, besonders hart. Durch die Steuersenkungs-Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung werden sich diese noch weiter zuspitzen. Und auch Schwarz-Gelb im Land ist nicht besonders hilfreich, so wie bei Städten und Gemeinden geplündert wird. So hat auch die Ruhr2010 schon viele Abstriche bei Programm und Projekten machen müssen.</p>
<p>Aufgrund der Finanzlage drohen weitere Einschnitte. Orchester beispielsweise arbeiten unter schwierigsten Bedingungen. Viele Nothaushaltskommunen denken über Theaterschließungen nach, kürzen aus Not den Kulturetat, senken Temperaturen in den Schwimmbädern oder schließen sie sogar. Gut, dass sich der Essener Generalmusikdirektor Stefan Soltesz hörbar zu Wort gemeldet hat; die Replik von Regierungspräsident Büssow war leider bürokratisch-uneinsichtig.</p>
<p>Der Auftakt ist gelungen, die Menschen haben sich &#8220;robust&#8221; gezeigt &#8211; passend zur wunderbar-pathetischen Hymne von Grönemeyer &#8211; und das Hauptstadtjahr und ihre alte Zeche neu &#8220;in Besitz&#8221; genommen. Das ist gut so. Jetzt kommt es darauf an, neben den Highlights wirklich an der Nachhaltigkeit zu arbeiten. Damit am Ende das Motto Wirklichkeit wird: Kultur durch Wandel &#8211; Wandel durch Kultur.</p>
<p>Darin liegen die Chancen, die die Ruhr2010, die das Kulturhauptstadtjahr bieten &#8211; für die Region selbst, aber auch für ganz Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>Ich bin gespannt und freue mich, als Nächstes an diesem Samstag beim &#8220;Anstoß&#8221; in Gelsenkirchen dabei zu sein.</p>
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