Sylvia Löhrmann \ Persönlich \ Dafür stehe ich

“Es gibt nichts Mächtigeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!” (Victor Hugo)

Ich bin mit Leib und Seele Grüne und habe meine Entscheidung, mich nach dem “Sesshaftwerden” in Solingen bei den Grünen zu engagieren, nie bereut. Meine damaligen Motive gelten bis heute und spielen in der politischen Auseinandersetzung nach wie vor eine große Rolle:

  • Frauen und Mädchen sollen die gleichen Chancen haben wie Jungen und Männer. Auch wenn sich in den letzten 30 Jahren einiges bewegt hat, zeigen etwa der Blick in Aufsichtsräte der großen Unternehmen und die gravierenden Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern, wie viel noch zu tun ist.
  • Ob der Schnelle Brüter im Sinne der Schöpfung sei, fragte mein Religionslehrer, und als ich im Rahmen meines Studiums den Film “Das machen die Herren selber, dass ihnen der kleine Mann Feind wird” über den Widerstand im Wendland gesehen hatte, war mir klar: Atomkraft, NEIN DANKE!
  • “Frieden schaffen, ohne Waffen”, dafür war ich nicht nur auf den großen Friedensdemonstrationen in Bonn Anfang der 80er Jahre und beim Krefelder Appell dabei. Bis heute gibt es keine Partei, in der so oft und so intensiv darüber gestritten wird, wie wir diesem Ziel näher kommen können.

Als langjährige Kommunalpolitikerin – im Solinger Stadtrat habe ich das politische Handwerk gelernt – weiß ich, dass Demokratie vor Ort erfahren und gestaltet wird. Wenn wir die kommunale Selbstverwaltung nicht endlich nachhaltig stärken, gefährden wir das Fundament der Demokratie.

Seit ich während meines Studiums zum ersten Mal die Arbeit der Bielefelder Laborschule selbst erlebt habe, weiß ich: Eine andere, eine bessere Schule ist möglich. Der Einsatz für eine sozial gerechte und leistungsfähige Schule ist sicher mein größtes Herzensanliegen. Wir dürfen kein Kind beschämen und kein Kind aufgeben. Nur dann wird unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert sozial gerecht und wirtschaftlich erfolgreich sein.

Zwei Leitsätze begleiten nicht nur mein politisches Handeln:

“Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu.” Diese umgangssprachliche Übersetzung des kategorischen Imperativs von Kant könnte viele Gesetze überflüssig machen, wenn sich alle daran hielten.

“Genuss und Vernunft!” Auch Politik muss Spaß machen, sonst kann sie auf Dauer nicht überzeugen und erfolgreich sein.