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	<title>Sylvia Löhrmann &#187; Ihre Frage an Sylvia</title>
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	<description>Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion im Landtag NRW</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Sep 2010 14:41:41 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentare und Antworten zum Thema Inklusion</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 14:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsamer Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch vor den Sommerferien und parallel zu meiner Amts&#252;bernahme als Ministerin gab es einige Kommentare zum Thema Inklusion, die ich intensiv gelesen habe,  jedoch wegen Datenschutzbedenken nicht habe freischalten lassen. Dennoch m&#246;chte ich an dieser Stelle gerne auf die formulierten Bedenken eingehen.
Der eine Kommentar stammt von einer &#8220;Idealistin&#8221;, sie sie selbst formuliert, zumal auch beruflich entsprechend ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor den Sommerferien und parallel zu meiner Amts&#252;bernahme als Ministerin gab es einige Kommentare zum Thema Inklusion, die ich intensiv gelesen habe,  jedoch wegen Datenschutzbedenken nicht habe freischalten lassen. Dennoch m&#246;chte ich an dieser Stelle gerne auf die formulierten Bedenken eingehen.</p>
<p>Der eine Kommentar stammt von einer &#8220;Idealistin&#8221;, sie sie selbst formuliert, zumal auch beruflich entsprechend engagiert, der sich klar f&#252;r Gemeinsamen Unterricht ausspricht, aber konkrete Probleme in der Umsetzung vor Ort benennt.</p>
<p>Der andere Kommentar gab zu bedenken, dass viele betroffene Eltern ihre Kinder gar nicht in die Regelschule schicken wollen.</p>
<h3>Hierauf  meine Antwort:</h3>
<p>Haben Sie vielen Dank f&#252;r Ihre Kommentare zum Thema Inklusion und Gemeinsamer Unterricht. Die Inklusion liegt mir nat&#252;rlich v&#246;llig unabh&#228;ngig von meinem Amt am Herzen. Und durch die Unterzeichnung der UN-Konvention ist sie verbrieftes Recht f&#252;r alle Kinder, die es m&#246;chten.</p>
<p>Unser Ziel ist ein inklusives Bildungssystem – und zwar nicht nur weil die UN-Konvention dies fordert, sondern weil wir &#252;berzeugt sind, dass vom gemeinsamen Lernen alle profitieren, die Kinder mit und ohne Handicap. Wir setzen uns mit allen Beteiligten – darunter Schultr&#228;ger, Eltern- und Lehrerverb&#228;nde, Kirchen, Wissenschaft und andere – an einen Tisch, um einen Inklusionsplan zu entwickeln und zu verabreden, in dem die weiteren Schritte f&#252;r die n&#228;chsten Jahre beschrieben werden. Ein Bestandteil wird sein, dass die Eltern das Wahlrecht erhalten und &#252;ber den F&#246;rderort ihres Kindes entscheiden k&#246;nnen. Dieses Recht wollen wir auch schulgesetzlich verankern, hier hoffen wir auf breite Unterst&#252;tzung im Landtag von Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>Wir werden bei der Umsetzung allerdings keine Zwangsma&#223;nahmen einsetzen: Weder werden wir Eltern zwingen, ihre Kinder auf Regelschulen zu schicken, noch werden wir F&#246;rderschulen zwingen, zu schlie&#223;en. Vielmehr werden wir prozessorientiert und konsensual denken und handeln, um so Schritt f&#252;r Schritt die angesprochenen Ziele im Sinne der Kinder mit Behinderung zu erreichen.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich Ihnen beiden, bei aller Unterschiedlichkeit Ihrer Anliegen, mit dieser Antwort weiterhelfen konnte und verbleibe</p>
<p>mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Sylvia L&#246;hrmann</p>
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		<title>Fragen und Antworten zur Entscheidung Minderheitsregierung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 19:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Links]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
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		<category><![CDATA[Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[sozial-ökologische Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Tolerierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wortlaut des Briefes von Sylvia L&#246;hrmann an die Parteimitglieder zur  Entscheidung f&#252;r eine rot-gr&#252;ne Minderheitsregierung in NRW
Liebe Freundinnen und Freunde,
SPD und Gr&#252;ne in Nordrhein-Westfalen haben heute gemeinsam entschieden, noch vor der Sommerpause eine Minderheitsregierung zu bilden.
Wir betreten damit Neuland f&#252;r Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Da ist es v&#246;llig klar, dass viele Menschen Fragen dazu haben. Ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Wortlaut des Briefes von Sylvia L&#246;hrmann an die Parteimitglieder zur  Entscheidung f&#252;r eine rot-gr&#252;ne Minderheitsregierung in NRW</h3>
<h4>Liebe Freundinnen und Freunde,</h4>
<p>SPD und Gr&#252;ne in Nordrhein-Westfalen haben heute gemeinsam entschieden, noch vor der Sommerpause eine Minderheitsregierung zu bilden.</p>
<p>Wir betreten damit Neuland f&#252;r Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Da ist es v&#246;llig klar, dass viele Menschen Fragen dazu haben. Ich m&#246;chte versuchen, erste Antworten zu geben.</p>
<h4>1. Wollen wir eine Koalition auf Dauer gr&#252;nden oder werden wir Neuwahlen anstreben?</h4>
<p>Wir werden zusammen mit der SPD ein Arbeitsprogramm auf die Beine stellen und mit diesem Fundament in die Regierung eintreten. Dies tun wir, weil Schwarz-Gelb abgew&#228;hlt wurde. Das Auseinanderfallen der gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Regierung bedeutet Instabilit&#228;t f&#252;r das Land.</p>
<p>Wie gut NRW nun regiert wird, h&#228;ngt auch von den anderen Fraktionen ab. Wir laden alle anderen Fraktionen und Abgeordneten im Parlament ein, mitzumachen bei der sozial-&#246;kologischen Erneuerung NRWs und nicht zu blockieren. Ob sie dieser Einladung folgen, k&#246;nnen wir seri&#246;s heute noch nicht beantworten.</p>
<p>Wir sind uns mit der SPD einig: Alles andere ist angesichts der Umst&#228;nde instabiler. Einer Minderheitsregierung von SPD und Gr&#252;ne fehlt nur eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Unser Ziel ist klar: Wir wollen stabil regieren.</p>
<h4>2. Haben wir nicht eine Tolerierung durch die Linkspartei ausgeschlossen?</h4>
<p>Es gibt einen Unterschied zwischen Tolerierung und Minderheitsregierung. Eine Tolerierung hie&#223;e, nur einer anderen Fraktion ein Angebot zu unterbreiten und dar&#252;ber einen Vertrag zu schlie&#223;en. Wir aber laden alle Fraktionen ein und machen ein Angebot an das gesamte Parlament. Das bedeutet wechselnde Mehrheiten und ist eine echte Minderheitsregierung. Es wird spannend sein zu sehen, ob sich die anderen auf unsere Angebote einlassen. Es ist das Angebot, an der sozial-&#246;kologische Erneuerung NRWs mitzuwirken. Und aus den verschiedenen Sondierungsgespr&#228;chen wissen wir, dass es dazu einige Ansatzpunkte gibt.</p>
<h4>3. Wie halten wir es nun mit der Linkspartei?</h4>
<p>Unser Angebot richtet sich an alle Fraktionen im Parlament. Wir grenzen die Linkspartei bewusst nicht aus. Sie ist von 435.000 Menschen gew&#228;hlt worden. Es w&#228;re sicher im Sinne der W&#228;hlerinnen und W&#228;hler der Linkspartei, wenn deren Fraktion punktuell unseren Antr&#228;gen zustimmt. Wir laden sie dazu herzlich ein und fordern sie dazu auf. Die Linkspartei halten wir zwar f&#252;r nicht regierungsf&#228;hig, das hei&#223;t aber nicht, dass sie parlaments- und demokratieunf&#228;hig ist.</p>
<h4>4. Warten wir jetzt nur auf die FDP?</h4>
<p>Wir warten weder auf Godot, noch auf die FDP. Aber auch f&#252;r die FDP und ihre Abgeordneten gilt: Sie sind herzlich eingeladen und aufgefordert, konstruktiv an der Gestaltung der Zukunft von NRW mitzuwirken.</p>
<h4>5. Haben sich die Gr&#252;nen jetzt gegen die SPD durchgesetzt?</h4>
<p>Wir begr&#252;&#223;en die Entscheidung der SPD, so schnell wie m&#246;glich eine Minderheitsregierung zu bilden. Das bietet die gro&#223;e Chance auf einen Politikwechsel. Wir haben auch gro&#223;en Respekt vor Hannelore Kraft, die diese Entscheidung auch f&#252;r sich pers&#246;nlich so getroffen hat.</p>
<p>Wir sind uns sicher: Diese Regierung wird stabiler sein als die gesch&#228;ftsf&#252;hrende von CDU- und FDP-MinisterInnen unter einem Minderheits-Ministerpr&#228;sident R&#252;ttgers. Und dass wir es besser k&#246;nnen, als CDU und FDP im Bund – die &#252;brigens mit einer satten Mehrheit versehen sind – davon sind wir &#252;berzeugt.</p>
<h4>Liebe Freundinnen und Freunde,</h4>
<p>die Alternative zur Minderheitsregierung hei&#223;t Stillstand. So aber wollen und k&#246;nnen wir die Chance auf den gew&#228;hlten und gewollten Politikwechsel nutzen. Es ist auch eine Chance f&#252;r das Parlament, sich Mehrheiten f&#252;r Sachfragen zu suchen. Es ist nicht der einfachste Weg, aber der klarste. Wir betreten damit Neuland f&#252;r Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Auf jeden Fall ist diese Konstellation demokratisch belebender als eine Gro&#223;e Koalition.</p>
<p>Ich freue mich auf diese kommende Zeit und bin sicher, dass wir gute Arbeit f&#252;r die Zukunft von Nordrhein-Westfalen leisten werden. Das ist eine Herausforderung f&#252;r uns alle – wir werden sie gemeinsam meistern.</p>
<p>Herzliche Gr&#252;ne Gr&#252;&#223;e</p>
<p>Sylvia L&#246;hrmann</p>
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		<title>Der sozial-&#246;kologische Politikwechsel ist mit dieser Linkspartei in NRW nicht m&#246;glich!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie k&#246;nnen sich sicher vorstellen, dass wir im Moment sehr viele Briefe und Mails bekommen. Viele begl&#252;ckw&#252;nschen uns noch immer zu dem grandiosen Wahlergebnis vom 9. Mai 2010, viele geben uns Ratschl&#228;ge oder &#228;u&#223;ern ihre W&#252;nsche dazu, wie es in Nordrhein-Westfalen weitergehen soll. Nat&#252;rlich bewerten auch viele die Sondierungsgespr&#228;che mit der Linkspartei. Aufgrund der Vielzahl ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie k&#246;nnen sich sicher vorstellen, dass wir im Moment sehr viele Briefe und Mails bekommen. Viele begl&#252;ckw&#252;nschen uns noch immer zu dem grandiosen Wahlergebnis vom 9. Mai 2010, viele geben uns Ratschl&#228;ge oder &#228;u&#223;ern ihre W&#252;nsche dazu, wie es in Nordrhein-Westfalen weitergehen soll. Nat&#252;rlich bewerten auch viele die Sondierungsgespr&#228;che mit der Linkspartei. Aufgrund der Vielzahl von Zuschriften bitte ich um Verst&#228;ndnis, dass ich Ihnen insgesamt antworte.</p>
<p>Das Spektrum der Zuschriften geht sehr weit auseinander: Die einen bedauern das Scheitern der Gespr&#228;che mit der Linkspartei, andere &#228;u&#223;ern Verst&#228;ndnis und zollen uns Respekt f&#252;r unsere klare Haltung. Einige wollen die Ampel mit der FDP, andere auf keinen Fall.</p>
<p>Wir Gr&#252;ne haben nach der Wahl an unserem bisherigen Kurs festgehalten: die Orientierung an unseren Inhalten. Wenn wir regieren, dann nur, wenn wir unseren Zukunftsplan weitestgehend umsetzen k&#246;nnen. Genau daf&#252;r sind wir gew&#228;hlt worden, genau das war und ist unser Ma&#223;stab f&#252;r jegliche Gespr&#228;che: Energiewende, beste Bildung f&#252;r Alle, Rettungsschirm f&#252;r unsere Kommunen, mehr soziale Gerechtigkeit.</p>
<p>Ich sage es nach den Sondierungsgespr&#228;chen mit der Linkspartei klipp und klar: Dieser sozial-&#246;kologische Politikwechsel ist mit dieser Linkspartei in Nordrhein-Westfalen nicht m&#246;glich!</p>
<p>Wir und die SPD sind in die Gespr&#228;che mit der Linkspartei gegangen mit der Option auf eine Koalition f&#252;r diesen Politikwechsel. Wir sind ern&#252;chtert und entt&#228;uscht aus diesen Gespr&#228;chen herausgegangen. In entscheidenden Punkten hat die Linkspartei diesen Politikwechsel unm&#246;glich gemacht. Sie hat die &#214;ffentlichkeit und ihre W&#228;hlerinnen und W&#228;hler &#252;ber ihre eigene Handlungsf&#228;higkeit get&#228;uscht.</p>
<h4>1. Verl&#228;ssliche Arbeit in einer gemeinsamen Regierung:</h4>
<p>Die Linkspartei hat nicht akzeptiert, dass die Landespartei Entscheidungen, die in einer gemeinsamen Regierung getroffen und auch von den Fraktionen beschlossen werden, mittragen muss.</p>
<p>Angesichts einer zu erwartenden Frontstellung des konservativen politischen Lagers und weiter Teile der Landesmedien ist ein einheitliches Auftreten und gemeinsames Einstehen f&#252;r die eigene Politik unerl&#228;sslich f&#252;r den politischen Erfolg. Es ist in einem solchen Regierungsb&#252;ndnis f&#252;r keine Partei m&#246;glich, zugleich Regierung und Opposition zu sein</p>
<h4>2. Demokratischer Grundkonsens und Rechtsstaat</h4>
<p>Im Vorfeld der Gespr&#228;che haben Abgeordnete der Linkspartei problematische &#196;u&#223;erungen zu Stasi, NVA und Verfassungsschutz gemacht. F&#252;r uns war es notwendig, diese Fragen anzusprechen &#8211; denn hierbei geht es um ein gemeinsames Demokratie- und Rechtsstaatsverst&#228;ndnis. Wir wollten dazu eine gemeinsame Erkl&#228;rung aller drei Parteien &#8211; eine <a title="nachzulesen u.a. hier:" href="http://www.bejm-online.de/gfz/dokumente/aktuelle-dokumente/aufarbeitung-ddr-geschichte/" target="_blank">Erkl&#228;rung, die Gr&#252;ne, SPD und Linkspartei in Th&#252;ringen vereinbart haben</a>. Aber die Linkspartei NRW war dazu nicht bereit. Statt hier in wenigen Minuten zu einem Konsens zu kommen, relativierte die Linkspartei immer wieder, dass die DDR ein Unrechtsstaat war.</p>
<p>Wichtig ist mir festzuhalten, dass das Thema &#8220;DDR&#8221; durch das Verhalten der NRW-Abgeordneten zu einem NRW-Thema geworden ist, nicht weil SPD und Gr&#252;ne dies wollten.</p>
<p>Au&#223;erdem beharrte die Linkspartei auf ihrer Forderung nach Abschaffung des Verfassungsschutzes. Sie wollte sogar, dass im Koalitionsvertrag vereinbart wird, dass die Linkspartei nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Wir Gr&#252;ne haben diese Beobachtung vielf&#228;ltig kritisiert und halten sie f&#252;r &#252;berfl&#252;ssig &#8211; aber eine solche Vereinbarung kann in keinem Koalitionsvertrag stehen: Das w&#228;re eine unzul&#228;ssige politische Einmischung in die Arbeit des Verfassungsschutzes &#8211; und w&#228;re damit rechtswidrig.</p>
<h4>3. Finanzsituation des Landes:</h4>
<p>Angesichts der Finanzlage von Nordrhein-Westfalen (130 Mrd. Euro Schulden, j&#228;hrlich 6,6 Mrd. Neuverschuldung, wegbrechende Steuereinnahmen zwischen 1 und 1,8 Mrd. Euro j&#228;hrlich von 2011 bis 2013) geht eine W&#252;nsch-Dir-Was-Politik nicht. Auch bei den 300.000 Besch&#228;ftigten des Landes d&#252;rfen Einsparungen nicht von vorneherein tabu sein. Nat&#252;rlich sind die gro&#223;en Bereiche Schule, Hochschule, Polizei und Justiz davon ausgenommen. Aber in den anderen Bereichen m&#252;ssen die Einsparpotentiale aufgabenkritisch ausgelotet und gegebenenfalls genutzt werden k&#246;nnen. Das lehnt die Linkspartei kategorisch ab und verschanzt sich hinter populistischen &#220;berschriften. Gleichzeitig fordert sie noch eine zus&#228;tzliche j&#228;hrliche Neuverschuldung f&#252;r ein Zukunftsinvestitionsprogramm von + 3,6 Mrd. Euro. Die Gegenfinanzierungsma&#223;nahmen der Linkspartei in NRW basieren auf diversen Steuererh&#246;hungen auf Bundesebene &#8211; das ist v&#246;llig unrealistische Haushaltspolitik. Auch wir Gr&#252;ne treten f&#252;r nachhaltige Investitionen ein, aber blinde Schuldenmacherei ist unseri&#246;s und angesichts der Belastungen f&#252;r nachfolgende Generationen v&#246;llig verantwortungslos.</p>
<h4>4. Landespolitische Unkenntnis</h4>
<p>Dass die Linkspartei als neue Fraktion keine Erfahrung hat, ist ihr nicht vorzuwerfen. Das entschuldigt aber nicht ihre zum Teil dramatische Unkenntnis der Landespolitik. Da vergleichen sie die von ihr geforderten und v&#246;llig unbezahlbaren 300.000 neuen Stellen im &#246;ffentlichen Dienst mit den 200.000 Arbeitspl&#228;tzen, die wir Gr&#252;ne durch einen Green New Deal weitgehend in der freien Wirtschaft m&#246;glich machen wollen. Da fordert die Linkspartei die &#8220;Vergesellschaftung&#8221; der Energiekonzerne, ohne zu wissen, dass sie damit die Kommunen in die Pleite treibt, die an diesen Konzernen gro&#223;e Anteile besitzen. Und st&#228;ndig vermischt die Linkspartei Landes- und Bundespolitik. (Hartz IV, h&#246;here Steuern f&#252;r Reiche, …)</p>
<p>Wir Gr&#252;ne aus der Sondierungskommission mussten uns nach dem Gespr&#228;ch nur kurz in die Augen schauen, um zu wissen: Mit dieser Linkspartei in Nordrhein-Westfalen geht gar nichts. Und alle haben das mit gro&#223;em Bedauern festgestellt. Denn die Hoffnungen auf Umsetzung unseres Zukunftsplans waren nach nur f&#252;nfeinhalb Stunden geplatzt.</p>
<p>Es haben sich all die Stimmen best&#228;tigt, die die Linkspartei in NRW als regierungsuntauglich, ja sogar als &#8220;Hort des Wahnsinns&#8221; bezeichnet haben. Dieses vernichtende Urteil &#8211; selbst der eigenen Linken-Parteifreunde in Berlin &#8211; haben wir erschreckend deutlich erleben m&#252;ssen.</p>
<p>Gerade f&#252;r uns Gr&#252;ne ist es nach dem herausragenden Wahlerfolg bitter, vorerst erneut in die Opposition gehen zu m&#252;ssen. Die Bildung einer rot-gr&#252;n-roten Landesregierung ist leider an der fehlenden F&#228;higkeit der Linkspartei, in diesem Land Verantwortung zu &#252;bernehmen, gescheitert.</p>
<p>Wir werden unsere Aufgabe verantwortungsbewusst annehmen und hoffen auf Ihr Verst&#228;ndnis und Ihre Unterst&#252;tzung.</p>
<p>MfG, SL</p>
<p>P.S. F&#252;r die innerparteiliche Diskussion m&#246;chte ich auch gerne hinweisen auf einen Beitrag von Dr. Wilhelm Knabe, KV M&#252;lheim an der Ruhr, der sich ebenfalls mit den Gr&#252;nden des Scheiterns der Sondierungsgespr&#228;che auseinandersetzt: <a href="http://sylvia-loehrmann.de/wp-content/uploads/2010/05/Koalition-mit-den-Linken_Knabe.pdf">Die DDR war ein Unrechtsstaat unter F&#252;hrung der SED</a></p>
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		<title>Wie geht es weiter in NRW?</title>
		<link>http://sylvia-loehrmann.de/900/wie-geht-es-weiter-in-nrw/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 15:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Moment erreichen mich sehr viele Zuschriften: Viele begl&#252;ckw&#252;nschen uns zu dem grandiosen Wahlergebnis vom 9. Mai 2010, viele geben uns Ratschl&#228;ge oder &#228;u&#223;ern ihre W&#252;nsche dazu, wie es in Nordrhein-Westfalen weitergehen soll. Dies zeigt uns, wie gro&#223; das Interesse an der Zukunft unseres Landes ist, und dass es nach Ansicht vieler Menschen dabei auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment erreichen mich sehr viele Zuschriften: Viele begl&#252;ckw&#252;nschen uns zu dem grandiosen Wahlergebnis vom 9. Mai 2010, viele geben uns Ratschl&#228;ge oder &#228;u&#223;ern ihre W&#252;nsche dazu, wie es in Nordrhein-Westfalen weitergehen soll. Dies zeigt uns, wie gro&#223; das Interesse an der Zukunft unseres Landes ist, und dass es nach Ansicht vieler Menschen dabei auch auf die Gr&#252;nen ankommt.</p>
<p>Das Spektrum der Zuschriften geht sehr weit auseinander: Die einen w&#252;nschen sich eine Regierung mit uns, die anderen wollen, dass wir eine starke Opposition bilden. Es gibt W&#228;hlerinnen und W&#228;hler, die wollen auf keinen Fall Rot-Gr&#252;n-Rot, andere auf jeden Fall. Einige wollen die Ampel, andere auf keinen Fall.</p>
<p>In der jetzigen politischen Situation in NRW, die das Ergebnis des W&#228;hlervotums ist, haben wir Gr&#252;ne uns dazu entschieden, an unserem bisherigen Kurs festzuhalten: die Orientierung an unseren Inhalten.</p>
<p>Wir sind f&#252;r unseren Kurs der Eigenst&#228;ndigkeit und unseren Zukunftsplan gew&#228;hlt worden. Deshalb sind unsere Inhalte der Ma&#223;stab f&#252;r jegliche Gespr&#228;che: Energiewende, beste Bildung f&#252;r Alle, Rettungsschirm f&#252;r unsere Kommunen. Daf&#252;r wollen wir jetzt verl&#228;ssliche Mehrheiten finden. Und zu unseren Inhalten z&#228;hlt auch die Art, wie wir Politik machen: demokratisch, verl&#228;sslich und sachgerecht.</p>
<p>Unsere W&#228;hlerinnen und W&#228;hler haben zwar unterschiedliche Hoffnungen, wie es nun in NRW weiter gehen sollte, aber eines vereint sie: Der Wunsch nach mehr Gr&#252;n in der Politik. Das verstehen wir als unseren Auftrag!</p>
<p>Wir Gr&#252;ne sind vor der Wahl das Risiko eingegangen, ehrlich mit den Herausforderungen des F&#252;nf-Parteien-Systems umzugehen (siehe unsere <a title="hier geht es zur Wahlaussage, Beschluss der gr&#252;nen LDK im Februar 2010" href="http://www.gruene-nrw.de/glossar/quelle/default/begriff/wahlaussage.html" target="_blank">diesbez&#252;gliche Wahlaussage</a>). Wir haben Gespr&#228;che mit CDU und Linkspartei nicht ausgeschlossen, falls es f&#252;r unser Wunschb&#252;ndnis Rot-Gr&#252;n nicht reicht. Mit dieser offenen Haltung haben wir unser Rekordergebnis erzielt. Von daher f&#252;hlen wir uns dazu legitimiert, nun genau diesen Weg zu gehen.</p>
<p>Das bedeutet: Wir wollen und k&#246;nnen mit allen im Landtag vertretenen Parteien Gespr&#228;che f&#252;hren – und zwar so unvoreingenommen wie m&#246;glich.</p>
<p>Ausgeschlossen bleiben f&#252;r uns lediglich Jamaika und eine Tolerierung durch die Linken. Auch das haben wir vor der Wahl so entschieden. Mit Jamaika w&#252;rden wir einer abgew&#228;hlten Regierung helfen, an der Macht zu bleiben. Eine Tolerierung haben wir ausgeschlossen, weil wir sagen: Ganz oder gar nicht. Die Linkspartei muss sich entscheiden, ob sie regieren will oder nicht.</p>
<p>W&#228;hrend der momentan laufenden Sondierungsgespr&#228;chen werden wir sehen, ob es eine Konstellation gibt, in der wir verl&#228;sslich m&#246;glichst viele unsere Inhalte umsetzen k&#246;nnen oder nicht. Um das entscheiden zu k&#246;nnen, m&#252;ssen wir aber Gespr&#228;che f&#252;hren!</p>
<p>Es hat sich bew&#228;hrt, dass wir zuerst mit der SPD geredet und uns auf Kernpunkte verst&#228;ndigt haben. Davon ausgehend suchen wir nun Partner, die gemeinsam mit uns einen sozial-&#246;kologischen Politikwechsel f&#252;r NRW gestalten wollen.</p>
<p>Zu den einzelnen m&#246;glichen Partnern ist momentan Folgendes zu sagen:</p>
<p>Die FDP hat sich nicht nur mit ihrer “Privat-vor-Staat”-Ideologie ins Abseits man&#246;vriert. Sie hat sich auch damit selbst ins Aus bef&#246;rdert, dass sie mit fadenscheinigen Begr&#252;ndungen &#252;berhaupt nicht zu Gespr&#228;chen mit SPD und Gr&#252;nen bereit ist.</p>
<p>Deshalb halte ich eine Ampel derzeit f&#252;r unwahrscheinlich. F&#252;r eine Ampel m&#252;sste die FDP ja nicht nur eine erneute Wende in ihrer Strategie vornehmen, sondern sich auch inhaltlich radikal erneuern. Das kann ich momentan nicht erkennen.</p>
<p>Die Linkspartei hat dagegen die Einladung von SPD und Gr&#252;nen zu Sondierungsgespr&#228;chen angenommen. Bei diesen Gespr&#228;chen gilt es, insbesondere drei Komplexe zu kl&#228;ren:</p>
<p>1. Wie steht die Linkspartei zu unserer demokratischen Rechtsordnung? <a title="vgl. auch hier:" href="http://sylvia-loehrmann.de/898/unrechtsstaat-ddr/" target="_blank">Hat sie eine klare Haltung zum SED-Staat DDR?</a></p>
<p>2. Wie glaubw&#252;rdig und seri&#246;s ist die Linkspartei? Ist mit ihr verl&#228;ssliches Regierungshandeln m&#246;glich?</p>
<p>3. Verabschiedet sie sich von ihren Vorschl&#228;gen aus Absurdistan wie 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich oder Verstaatlichung der Energiekonzerne? Also: Setzen sich bei der Linkspartei der Gewerkschaftsfl&#252;gel oder die Fundamentalisten durch?</p>
<p>Erst nach Abschluss der Sondierungsgespr&#228;che entscheiden wir, ob wir &#252;berhaupt in Koalitionsverhandlungen einsteigen.</p>
<p>Sie k&#246;nnen sicher sein, dass wir uns die anstehenden Entscheidungen nicht leicht machen und sie in Gesamtverantwortung vor unserem Programm und vor unseren W&#228;hlerinnen und W&#228;hler treffen werden.</p>
<p>Sollte es nach den vielen Gespr&#228;chen nicht zu einem verl&#228;sslichen sozial-&#246;kologischen Politikwechsel reichen, nimmt die gest&#228;rkte gr&#252;ne Fraktion selbstbewusst die Rolle als Oppositionsf&#252;hrerin an.</p>
<p>Ich bitte Sie herzlich, diesem auf unsere Inhalte fixierten Kurs zu vertrauen. Angesichts der schwierigen Mehrheitsverh&#228;ltnisse ist er aus meiner Sicht alternativlos, es sei denn wir &#252;berlassen widerstandslos einer Gro&#223;en Koalition des Stillstandes die Regierung.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
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		<item>
		<title>Unrechtsstaat DDR?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 15:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bekomme derzeit einige Zuschriften, die sich mit der Frage auseinander setzen, ob die DDR ein Unrechtsstaat war oder nicht.
Dazu m&#246;chte ich gerne Stellung beziehen &#8211; mit einem vorz&#252;glichen Text von meinen Parteifreundinnen und -freunde in Th&#252;ringen, den sie f&#252;r die Sondierungsgespr&#228;che dort mit SPD und Linkspartei erstellt haben &#8211; und dem ich ausdr&#252;cklich zustimme:
&#8220;Zwanzig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bekomme derzeit einige Zuschriften, die sich mit der Frage auseinander setzen, ob die DDR ein Unrechtsstaat war oder nicht.</p>
<p>Dazu m&#246;chte ich gerne Stellung beziehen &#8211; mit einem vorz&#252;glichen Text von meinen Parteifreundinnen und -freunde in Th&#252;ringen, den sie f&#252;r die Sondierungsgespr&#228;che dort mit SPD und Linkspartei erstellt haben &#8211; und dem ich ausdr&#252;cklich zustimme:</p>
<p>&#8220;Zwanzig Jahre nach der friedlichen Revolution ist die Notwenigkeit einer Aufarbeitung der Vergangenheit der SED-Diktatur in all ihren Facetten weder &#252;berfl&#252;ssig noch r&#252;ckw&#228;rtsgewandt. Sie ist die Voraussetzung f&#252;r gelingende Demokratie. Wer nicht erkennt, dass Unrecht und Diktatur nicht einfach durch Zeit &#252;berwunden werden, wird Zukunft in der Demokratie nicht gestalten k&#246;nnen. Wer die DDR f&#252;r einen im Grunde gerechten Staat erkl&#228;rt, in dem alle ihre Chance hatten und der nur ein paar h&#228;ssliche Ausw&#252;chse hatte wie das MfS, wird dem heutigen Anspruch an historische und gesellschaftliche Aufarbeitung nicht gerecht. Jedes Recht und jede Gerechtigkeit konnte in der DDR ein Ende haben, wenn es einer der kleinen oder gro&#223;en M&#228;chtigen so wollte. Jedes Recht und Gerechtigkeit waren f&#252;r denjenigen verloren, der sich nicht systemkonform verhielt.</p>
<p>B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN ist aus dem Zusammenschluss von gro&#223;en Teilen der DDR-B&#252;rgerrechtsbewegung hervorgegangen und hat entscheidenden Anteil an der Beendigung des Unrechtsstaates DDR. Die Linkspartei steht in der Nachfolge der SED, der Partei, welche die Diktatur in der DDR aus&#252;bte. Die so genannte „f&#252;hrende Rolle der SED“ relativiert nicht den Anteil der Blockparteien, aber sie macht dennoch den Unterschied aus, zwischen ihr und den anderen, den in der DDR gewollten Unterschied&#8230;</p>
<p>Die SPD konnte erst &#8211; nach der Zwangsvereinigung 1946 &#8211; wieder in der Freiheit ihre politische Arbeit aufnehmen.</p>
<p>Wenn heute im Jahr 2009 Politik gestaltet werden soll, m&#252;ssen einfache Muster der Aufarbeitung erweitert werden. Zun&#228;chst einmal geht es um die Anerkennung dessen, was tats&#228;chlich war. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Herabw&#252;rdigung von Biographien, allerdings hat sich jedes Leben in der DDR eben dort abgespielt und nicht im luftleeren Raum.</p>
<p>Wir m&#252;ssen die enge Sichtweise, hier T&#228;ter &#8211; immer gleichbedeutend mit einer Zusammen- oder Mitarbeit im Ministerium f&#252;r Staatssicherheit &#8211; und dort Opfer &#8211; die nur Opfer sind, wenn sie z.B. inhaftiert waren &#8211; erweitern. Vielmehr geht es um eine konsequente und schonungslose Aufarbeitung der Alltagsdiktatur. Nur so kann Aufarbeitung im gesellschaftlichen Rahmen gelingen, nur so l&#228;sst sich f&#252;r heute daraus lernen. Nicht nur die heute gut dokumentierte Einflussnahme der Staatssicherheit, die Schwert und Schild der SED war, auf den Lebensweg und die Freiheit eines einzelnen Menschen, sondern die unertr&#228;gliche Einflussname in alle Bereiche des Lebens in der DDR durch den von der SED gef&#252;hrten Staat wollen wir aufarbeiten.</p>
<p>Dabei geht es um die demokratische Kultur von morgen. Wer die Vergangenheit verharmlost, wird nur eine Demokratie der Formen, nicht aber der Herzen erhalten. Vor einer Aufarbeitung in die Gesellschaft hinein muss das Bekenntnis zur DDR als einem Staat stehen, der eine Diktatur war, der nicht nur kein Rechtsstaat war, sondern ein Willk&#252;rstaat, der in der Konsequenz Unrechtsstaat genannt werden muss. […]&#8221;</p>
<p>Die vollst&#228;ndige Erkl&#228;rung finden sie hier:</p>
<p><a href="http://www.bejm-online.de/gfz/dokumente/aktuelle-dokumente/aufarbeitung-ddr-geschichte/">http://www.bejm-online.de/gfz/dokumente/aktuelle-dokumente/aufarbeitung-ddr-geschichte/</a></p>
<p>Dieser Erkl&#228;rung stimmten alle an den Sondierungsgespr&#228;chen beteiligten VertreterInnen als gemeinsame Arbeitsgrundlage zu.</p>
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		<title>Lage nach den NRW-Landtagswahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 08:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsverhandlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlergebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsplan]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit erreichen mich zahlreiche Gl&#252;ckw&#252;nsche zum tollen Gr&#252;nen Wahlergebnis, aber auch viele Ratschl&#228;ge, oder auch Drohungen, Gr&#252;ne sollten auf keinen Fall mit der Linken oder gar mit der FDP koalieren. Da gibt es zahlreiche Varianten.
Meine Antwort darauf:
Sehr geehrte XY,
vielen Dank f&#252;r Ihre herzlichen Gl&#252;ckw&#252;nsche zu unserem tollen Wahlergebnis. Nat&#252;rlich sind auch wir gl&#252;cklich dar&#252;ber.
Wir sind ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit erreichen mich zahlreiche Gl&#252;ckw&#252;nsche zum tollen Gr&#252;nen Wahlergebnis, aber auch viele Ratschl&#228;ge, oder auch Drohungen, Gr&#252;ne sollten auf keinen Fall mit der Linken oder gar mit der FDP koalieren. Da gibt es zahlreiche Varianten.</p>
<h4>Meine Antwort darauf:</h4>
<p>Sehr geehrte XY,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r Ihre herzlichen Gl&#252;ckw&#252;nsche zu unserem tollen Wahlergebnis. Nat&#252;rlich sind auch wir gl&#252;cklich dar&#252;ber.</p>
<p>Wir sind f&#252;r unseren Kurs der Eigenst&#228;ndigkeit und unseren Zukunftsplan gew&#228;hlt worden. Wir haben f&#252;r gr&#252;ne Inhalte gek&#228;mpft &#8211; und nun geht dieser Kampf weiter. Deshalb sind unsere Inhalte der Ma&#223;stab f&#252;r jegliche Gespr&#228;che: Energiewende, beste Bildung f&#252;r Alle, Rettungsschirm f&#252;r unsere Kommunen. Daf&#252;r wollen wir jetzt verl&#228;ssliche Mehrheiten finden.</p>
<p>Zweifelsohne gibt es unter unseren W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern viele verschiedene Meinungen und Hoffnungen &#8211; eines vereint sie: der Wunsch nach mehr Gr&#252;n in der Politik. Das verstehen wir als unseren Auftrag!</p>
<p>Das bedeutet: Wir m&#252;ssen und k&#246;nnen mit allen im Landtag vertretenen Parteien Gespr&#228;che f&#252;hren &#8211; und zwar so unvoreingenommen wie m&#246;glich. Ausgeschlossen ist f&#252;r uns lediglich Jamaika und eine Tolerierung durch die Linken. W&#228;hrend dieser Gespr&#228;che werden wir sehen, ob es eine Konstellation gibt, in der wir verl&#228;sslich m&#246;glichst viele unsere Inhalte umsetzen k&#246;nnen oder nicht.</p>
<p>Um das entscheiden zu k&#246;nnen, m&#252;ssen wir aber Gespr&#228;che f&#252;hren!</p>
<p>Zu den einzelnen Konstellationen ist momentan Folgendes zu sagen:</p>
<p>Die FDP hat sich mit ihrer &#8220;Privat-vor-Staat&#8221;-Ideologie ins Abseits man&#246;vriert. Es stellt sich die Frage, ob sie da wieder raus findet. Wenn die SPD Gespr&#228;che mit der FDP f&#252;hren will und auch die FDP sich zu Gespr&#228;chen bereit erkl&#228;rt, werden wir sprechen &#8211; sind aber &#228;u&#223;erst skeptisch.</p>
<p>Die Linkspartei muss sich entscheiden, ob sie Gesamtverantwortung &#252;bernimmt. Verweigert sie sich dieser Herausforderung und bleibt bei ihren in Teilen absurden Vorschl&#228;gen, dann ist sie nur noch Radikalverweigerer f&#252;r eine andere Politik.</p>
<p>Au&#223;erdem werden wir in den Gespr&#228;chen feststellen, auf wen wir uns ggf. verlassen k&#246;nnen. Wenn es dann nicht f&#252;r einen sozial-&#246;kologischen Politikwechsel reicht, nehmen wir als starke gr&#252;ne Fraktion die Rolle als Oppositionsf&#252;hrers an.</p>
<p>Ich bitte Sie herzlich, diesem auf unsere Inhalte fixierten Kurs zu vertrauen. Angesichts der schwierigen Mehrheitsverh&#228;ltnisse ist er aus meiner Sicht alternativlos, es sei denn wir &#252;berlassen widerstandslos einer Gro&#223;en Koalition des Stillstandes die Regierung.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fragen und Antworten zum Thema Inklusion</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 18:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[Down-Syndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Förderschule]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsamer Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz unterschiedliche Meinungen und Fragen zu unserer Forderung nach einer Schule f&#252;r alle Kinder erreichen mich in letzter Zeit &#252;ber diese Internetseite.
So schrieb eine Besucherin meiner Seite sehr pers&#246;nlich &#252;ber ihre Tochter, dass sie eine Einladung zu einem Vortrag bekommen habe, in dem es darum gehen solle, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz unterschiedliche Meinungen und Fragen zu unserer Forderung nach einer Schule f&#252;r alle Kinder erreichen mich in letzter Zeit &#252;ber diese Internetseite.</p>
<p>So schrieb eine Besucherin meiner Seite sehr pers&#246;nlich &#252;ber ihre Tochter, dass sie eine Einladung zu einem Vortrag bekommen habe, in dem es darum gehen solle, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam an &#8220;normalen&#8221; Schulen unterrichtet werden sollten. Sie empfand den Gedanken als nicht angenehm, hatte sie doch die Erfahrung gemacht, dass ihre Tochter mit Down-Syndrom an der F&#246;rderschule f&#252;r geistig Behinderte gut aufgehoben gewesen sei und dies der beste Weg f&#252;r sie gewesen war, ja,  sie auch dort entsprechend &#8211; bis in die Berufst&#228;tigkeit hinein &#8211; gef&#246;rdert wurde. Ihrer Erfahrung nach w&#252;rden wenige behinderte Kinder in einer Schule f&#252;r alle regelrecht gemobbt, da sie dort eine Minderheit darstellten.</p>
<h4>Meine Antwort:</h4>
<p>Ich kann Ihnen versichern, dass ich die F&#246;rderschulen der Bergischen Region, wo ich zuhause bin, kenne und ihre Arbeit sehr sch&#228;tze (zu nennen ist da z.B. die Troxler-Schule in Wuppertal), und dass weder ich, noch andere Gr&#252;ne, noch das gr&#252;ne Programm  sich in irgendeiner Weise gegen diese Schulen und ihre Arbeit ge&#228;u&#223;ert haben.</p>
<p>Und es freut mich sehr, wenn Sie kompetente Hilfe und Unterst&#252;tzung erfahren haben und diese wertsch&#228;tzen &#8211; dies m&#246;chte ich Ihnen gewiss nicht schlecht reden.</p>
<p>Jedoch gab es in der Vergangenheit und gibt es im Moment wieder Zwangszuweisungen an F&#246;rderschulen, wo weder Eltern noch Kinder dies wollen oder als geeignete Ma&#223;nahme empfinden. Insbesondere diejenigen, die in der Grundschule am Gemeinsamen Unterricht teilnehmen konnten und nun keinen Platz in einer weiterf&#252;hrenden Schule im GU bekommen, empfinden dies als besonders hart.</p>
<p>Wir Gr&#252;ne wollen &#8211; das ist das Ziel! &#8211; die Entwicklung unserer Schulen zu inklusiven Schulen. Ein Recht auf Gemeinsamen Unterricht bedeutet ja keinen Zwang zum Gemeinsamen Unterricht. Wir Gr&#252;ne wollen das WAHLRECHT der Eltern.</p>
<p>Dieser Paradigmenwechsel und Umbau wird sich sicher nicht von heute auf morgen vollziehen. Aber er bedeutet nat&#252;rlich, dass die sonderp&#228;dagogische Kompetenz in den Regelschulen auch mit Stellen fest verankert werden muss. Ich zitiere hier unsere Vorstellungen, wie sie auch im <a href="http://www.gruene-nrw.de/themen/programm/kluges-nrw.html" target="_blank">Programm zur Landtagswahl </a>formuliert sind:</p>
<p>&#8220;Wenn wir als Gr&#252;ne von einer Schule f&#252;r alle Kinder sprechen, schlie&#223;t dies Kinder und Jugendliche mit Behinderung ausdr&#252;cklich ein. Wir streben ein inklusives Schulsystem an, wie es die UN-Konvention &#252;ber die Rechte von Menschen mit Behinderung einfordert. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit einer Behinderung haben ein Recht auf inklusive Bildung. Zur Umsetzung wollen wir die Rahmenbedingungen deutlich verbessern. Wir wollen Schulen personell und r&#228;umlich so ausstatten, dass sie die individuelle F&#246;rderung der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit Behinderungen umsetzen k&#246;nnen. Schulen m&#252;ssen generell barrierefrei ausgebaut sein. Wir wollen einen verbindlichen Inklusionsplan aufstellen. Dazu geh&#246;rt: Inklusive Lerngruppen sollen maximal eine Klassengr&#246;&#223;e von 20 Kindern haben. Kinder mit Behinderung sollen selbstverst&#228;ndlich auch die Ganztagsangebote wahrnehmen k&#246;nnen. Sonderp&#228;dagoginnen und -p&#228;dagogen haben ihren festen Platz in den Regelschulen, ebenso Integrationsassistenzen. Kompetenzzentren entwickeln sich zu Fortbildungs- und Beratungszentren f&#252;r die Lehrkr&#228;fte.&#8221;</p>
<p>Ich kann nicht ganz erkennen, wie Ihre Erfahrungen beziehungsweise die Ihrer Kinder dem Gedanken &#8220;Einer Schule f&#252;r alle Kinder&#8221; entgegenstehen.</p>
<p>Ich lade Sie herzlich ein, sich einmal die <a href="http://www.bildungsvision.de/2010/03/01/drei-videos/" target="_blank">Videos der Initiative &#8220;Eine Schule f&#252;r alle&#8221; </a>, die derzeit auch in den Kinos zu sehen sind, anzuschauen.</p>
<h4>Ein anderes Beispiel &#8211; genau gegens&#228;tzlich:</h4>
<p>Ich habe eine behinderte Pflegetochter (16 Jahre alt Down Syndrom), die eine Schule f&#252;r geistig behinderte Kinder besuchen muss. Leider vermittelt man dort nicht Lesen, Schreiben, Rechnen, sondern &#252;berwiegend Lebenspraxis.</p>
<p>Seit &#252;ber 6 Jahren unterrichte ich meine Tochter privat zuhause. Meine Frage: Mu&#223; das sein? Sie geht den ganzen Tag in die Schule und lernt dann anschlie&#223;end bei mir. Sie liest sehr gerne und sehr gut. Sie surft sehr gerne im Internet und sucht sich dort viele Infos, die sie braucht.</p>
<p>Wieso ist es nicht m&#246;glich, die fitten behinderten Kinder individuell zu unterrichten? Warum hat die Schule das Recht, diese Elternw&#252;nsche glatt abzulehnen bzw. zu sagen: ja wir machen was, aber dann doch nichts tun? Wieso darf sie keine Schulb&#252;cher, Hefte und Federm&#228;ppchen haben? Warum muss sie das einzige meiner Kinder sein, das nie was vorzeigen kann? Sie ist oft sehr traurig, wenn sie sieht, wie ihre Schwestern stolz ihre guten Noten oder ihre Hefte zeigen.</p>
<p>Warum wird es uns Eltern so verflixt schwer gemacht, wir m&#252;ssen schon genug k&#228;mpfen. Sei es um Therapien, Medikamente, Pflegestufen, Behindertenausweis uvm.</p>
<p>Ich bin kein Einzelfall. Bei unserem regelm&#228;&#223;igen Austausch h&#246;re ich immer wieder, wie schlimm die Schulsituation f&#252;r behinderte Kinder ist.</p>
<p>Es ist eine sch&#246;ne Schule, die meine Tochter besucht, und die P&#228;dagogen sind auch sehr nett, aber das ist nicht genug.</p>
<h4>Meine Antwort:</h4>
<p>Ihre Klage h&#246;re ich nicht zum ersten Mal. Zahlreiche Eltern haben sich inzwischen zusammengeschlossen und fordern &#8220;Eine Schule f&#252;r alle Kinder&#8221;, gemeinsam mit uns GR&#220;NEN.</p>
<p>Im Fr&#252;hjahr 2009 hat die Bundesrepublik die UN-Konvention f&#252;r die Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Danach hat jedes Kind &#8211; auch das mit Behinderungen &#8211; das Recht auf Teilhabe am allgemeinen Bildungssystem, das hei&#223;t auf inklusive Bildung im Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen. Dass in NRW bislang etwa 85% der Kinder mit F&#246;rderbedarf aussortiert und auf F&#246;rderschulen unterrichtet werden, was in vielen F&#228;llen auch noch gegen den Wunsch der Eltern geschieht, widerspricht der UN-Konvention.</p>
<p>Wir GR&#220;NE setzen uns seit Jahren auf allen Ebenen f&#252;r Inklusion ein.</p>
<p>Auch wenn die Schule, die Ihre Pflegetocher besucht, sch&#246;n ist, und die P&#228;dagogen nett sind, so geben Sie sich &#8211; v&#246;llig zu Recht &#8211; damit nicht zufrieden. Kinder, auch die mit Behinderungen, wollen gefordert werden. Aus meiner Sicht geht dies am besten in einer Schule f&#252;r alle Kinder, in der auf die individuellen Bed&#252;rfnisse eines jeden Kindes eingegangen werden kann. Wenn Sie mehr &#252;ber unser Programm erfahren wollen, k&#246;nnen Sie dies gerne auf www.gruene-nrw.de nachlesen &#8211; auch zum Thema Bildung gibt es dort ein paar Informationen, Interviews und Videos.</p>
<p>Lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement f&#252;r Ihre Pflegetochter! Ich verspreche Ihnen, dass ich, gemeinsam mit meiner Partei, uns weiterhin mit aller Kraft f&#252;r die Umsetzung unseres inklusiven Konzept einsetzen werden. Je besser unser Wahlergebnis wird, desto gr&#246;&#223;er wird die Chance.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Natur- und Tierschutz</title>
		<link>http://sylvia-loehrmann.de/636/natur-und-tierschutz/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 11:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[Artenvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Massentierhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Liste]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende knappe Bitte  erreichte mich vergangenen Sonntag:
 
Wie stehen Sie zu diesen Themen:
Artenvielfalt
Massentierhaltung
Jagdrecht
Der Wolf in NRW
Hier meine ausf&#252;hrliche Reaktion:
 
Sehr geehrte &#8230;,
&#8230;..  Die von Ihnen angerissenen Themenfelder sind zentrale Themen bei den Gr&#252;nen. Leider ist es um diese Themen unter der schwarz-gelben Regierung nicht so gut bestellt: Etwa 50 Prozent der heimischen Tier- und Pflanzenarten stehen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die folgende knappe Bitte  erreichte mich vergangenen Sonntag:</h4>
<p> </p>
<p>Wie stehen Sie zu diesen Themen:</p>
<p>Artenvielfalt</p>
<p>Massentierhaltung</p>
<p>Jagdrecht</p>
<p>Der Wolf in NRW</p>
<h4>Hier meine ausf&#252;hrliche Reaktion:</h4>
<p> </p>
<p>Sehr geehrte &#8230;,</p>
<p>&#8230;..  Die von Ihnen angerissenen Themenfelder sind zentrale Themen bei den Gr&#252;nen. Leider ist es um diese Themen unter der schwarz-gelben Regierung nicht so gut bestellt: Etwa 50 Prozent der heimischen Tier- und Pflanzenarten stehen auch in NRW auf der Roten Liste. Obwohl das Artensterben in NRW weiter anh&#228;lt und das wertvolle Naturerbe zunehmend bedroht wird, wurde z.B. das Naturschutzrecht (Landschaftsgesetz) ausgeh&#246;hlt, die Jagd auf gesch&#252;tzte Kormorane, G&#228;nse u. a. wurde legalisert und die Gelder f&#252;r den origin&#228;ren Naturschutz, f&#252;r Bio-Stationen und beim Landesb&#252;ro der Naturschutzverb&#228;nde, sind drastisch gek&#252;rzt worden.</p>
<p>Der Negativ-Trend ist ungebrochen und wird durch die schwarz-gelbe Landesregierung deutlich versch&#228;rft, sei es bei der Planung von neuen Stra&#223;en, der Aush&#246;hlung der Eingriffsregelungen oder bei neuen gro&#223;fl&#228;chigen Kiesabbaufl&#228;chen am Niederrhein. Dar&#252;ber haben Sie sicherlich auch in der Presse lesen k&#246;nnen. Damit gehen Naturr&#228;ume unwiederbringlich verloren. Wir Gr&#252;ne wollen diesen Raubbau an unseren nat&#252;rlichen Lebensr&#228;umen verhindern, deshalb wollen wir ganz konkret den dramatischen Fl&#228;chenfra&#223; in NRW mit 15.000 Quadratmetern pro Tag stoppen. Zuk&#252;nftig soll nur noch so viel Fl&#228;che verbraucht werden d&#252;rfen, wie an anderer Stelle entsiegelt wird. So wollen wir die Zerschneidung von zusammenh&#228;ngenden Naturr&#228;umen verhindern. Dies w&#252;rde nicht nur dem Wolf, den Sie ja ansprechen, sondern auch andere bedrohte Tierarten retten.</p>
<p>Wir m&#252;ssen den Respekt vor unserer Umwelt und unseren Mitgesch&#246;pfen ernst nehmen. F&#252;r uns Gr&#252;ne bedeutet das auch die Ausweitung von Naturzschutzgebieten und Naturr&#228;umen, in die der Mensch nicht eingreifen darf. Neben dem Nationalpark Eifel wollen wir endlich die Einrichtung des Nationalparks Senne-Egge vorantreiben. Dar&#252;ber hinaus brauchen wir eine verbindliche NRW-Struktur mit einem Naturschutzdach „Naturerbe NRW“, um der Verpflichtung der &#246;ffentlichen Hand zum Schutz der Natur gerecht zu werden. Der Naturschutz muss also das &#252;bergeordnete Interesse werden &#8211; dies gilt insbesondere beim Jagdrecht.</p>
<p>Aus dem Respekt vor unseren Mitgesch&#246;pfen leitet sich auch meine Position zur Massentierhaltung ab: Die Massenhaltung ist mit den Zielen eines zeitgem&#228;&#223;en Tierschutzes unvereinbar. Die meisten Tiere in Nordrhein-Westfalen werden nicht mehr in kleinen und mittleren Hofbetrieben gehalten, wie es die Idylle mancher Lebensmittelverpackungen vorgaukelt, sondern in industriell gepr&#228;gten Mastanlagen. Viele der Tiere erblicken niemals Tageslicht und leiden an Bewegungsmangel in &#252;berf&#252;llten St&#228;llen. Bewegungsmangel und unnat&#252;rliche Haltung auf Grund von Platzmangel f&#252;hren zu Gelenk- und Muskelkrankheiten, Kreislaufschw&#228;che, schmerzhaften Druckstellen, Hautabsch&#252;rfungen und Verletzungen. Immer wieder erreichen uns dazu grausame Bilder und Videos von Tiersch&#252;tzerInnen und Tierschutzverb&#228;nden.</p>
<p>Deshalb wollen wir staatliche Agrarf&#246;rderung nur noch dann vergeben, wenn Betriebe umweltvertr&#228;glich und artgerecht mit den Tieren umgehen. Au&#223;erdem werde ich mich f&#252;r eine verbindliche Kennzeichnung der Haltungsform bei Lebensmitteln und die Einf&#252;hrung eines Tierschutzsiegels einzusetzen, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher m&#252;ssen wissen, unter welchen Bedingungen die Tiere gelebt haben, deren Produkte sie kaufen bzw. verzehren wollen, um ihre Kaufentscheidung bewusst treffen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Weitere Informationen zu diesen Themen erhalten Sie auch &#252;ber das B&#252;ro von Johannes Remmel, meinen Kollegen im D&#252;sseldorfer Landtag und Umweltpolitischen Sprecher unserer Fraktion.</p>
<p>Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe</p>
<p>mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>SL</p>
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		<title>Unqualifiziert?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 10:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Windräder]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende konfrontierten mich zwei jugendliche Leserinnen mit ihrer Kritik:
 
Sehr geehrte Frau L&#246;hrmann ,
ich hei&#223;e C. und bin 12 Jahre alt . Ich habe heute Morgen die Zeitung und somit Ihren Bericht gelesen. Dort steht, dass an den Autobahnen keiner wohnen w&#252;rde. Da haben Sie sich aber geirrt! Erst hat man uns die Autobahn vor die T&#252;r ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Letztes Wochenende konfrontierten mich zwei jugendliche Leserinnen mit ihrer Kritik:</h4>
<p> </p>
<p>Sehr geehrte Frau L&#246;hrmann ,</p>
<p>ich hei&#223;e C. und bin 12 Jahre alt . Ich habe heute Morgen <a title="hier geht es zu dem angesprochenen Interview in den Ruhr Nachrichten" href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/exklusiv/politik/Dreifaches-Stoppsignal-an-Berlin;art1572,846467" target="_blank">die Zeitung </a>und somit Ihren Bericht gelesen. Dort steht, dass an den Autobahnen keiner wohnen w&#252;rde. Da haben Sie sich aber geirrt! Erst hat man uns die Autobahn vor die T&#252;r gesetzt!! Und jetzt kommen Sie mit so einem Spruch: Da wohnt ja keiner.</p>
<p>Es wohnen in unserer Nachbarschaft eigentlich alle an der Autobahn!!! Und glauben Sie mal nicht, dass wir das toll finden. Das ist n&#228;mlich super laut.</p>
<p>Generell finde ich Windkraftanlagen gut. Es spricht einiges f&#252;r diese Art von Energiegewinnung. Das haben wir in der Schule schon gelernt. Aber wir an der Autobahn Wohnenden sind nicht irgendwelche Leute, denen man alles vor die Nase setzen kann. &#8230;.</p>
<p>C. und M. ( beide 12 Jahre alt )</p>
<h4>Darauf habe ich mit Freude geantwortet:</h4>
<p> </p>
<p>Liebe C., liebe M.,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r Eure Anfrage und f&#252;r Euer Interesse an meiner Internetseite.</p>
<p>Es gab tats&#228;chlich ein Interview mit mir in der Zeitung &#8211; Berichte darf  ich da gar nicht schreiben, daf&#252;r sind andere zust&#228;ndig.</p>
<p>Aber toll, dass Ihr beide offenbar schon regelm&#228;&#223;ige und so aufmerksame Zeitungleserinnen seid.</p>
<p>Tats&#228;chlich hatte ich da den Vorschlag gemacht, dass an den Autobahnen Windparks eingerichtet werden k&#246;nnten, da die Trassen nicht bewohnt seien.</p>
<p>Da fehlte nat&#252;rlich der zus&#228;tzliche Hinweis &#8220;in der Regel&#8221;. Denn meine Aussage bezog sich auf das M&#252;nsterland und nicht auf die dicht besiedelten Gebiete im Emscher-Lippe-Ruhr-Raum.</p>
<p>Nat&#252;rlich geht es dabei &#252;berhaupt nicht um zum Beispiel die A40, die A2 oder die A42, denn dort leben in der Tat sehr viele Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft der Autobahn &#8211; Ihr beide ja m&#246;glicherweise auch. Nat&#252;rlich f&#228;ndet Ihr das nicht toll, wenn da auch noch ein Windpark entst&#252;nde. Aber an diese Stellen habe ich auch nicht gedacht, als ich dar&#252;ber sprach. Neben der A40 oder den anderen genannten Autobahnen im Ruhrgebiet ist, da habt Ihr Recht, &#252;berhaupt kein Platz mehr f&#252;r Windkraftanlagen; und da muss man eher f&#252;r L&#228;rmschutz sorgen.</p>
<p>&#220;brigens hat mich sehr gefreut zu lesen, dass Ihr Windkraftanlagen gut findet, ja sogar dar&#252;ber schon in der Schule gelernt habt.</p>
<p>Es tut mir also Leid, wenn hier ein falscher Eindruck entstanden ist und danke herzlich f&#252;r den Hinweis. Bleibt weiterhin so kritisch!</p>
<p>Herzlich, SL</p>
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		<title>Gesamtschulinitiativen</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 16:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia Löhrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ihre Frage an Sylvia]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtschulen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtschulgründungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine R&#252;ckfrage zu Informationen auf dieser Seite erreichte mich:
 
Sehr geehrte Frau L&#246;hrmann,
in dem auf Ihrer Seite ver&#246;ffentlichten Artikel ist die Rede von Initiativen f&#252;r den Bau von Gesamtschulen. Mich pers&#246;nlich w&#252;rde interessieren, wo es bereits solche Initiativen gibt. Dabei interessiere ich mich besonders f&#252;r den Rhein-Erft-Kreis.
Danke f&#252;r Infos im voraus.
Gerne gebe ich den Hinweis:
 
In NRW ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine R&#252;ckfrage zu Informationen auf dieser Seite erreichte mich:</h4>
<p> </p>
<p>Sehr geehrte Frau L&#246;hrmann,</p>
<p>in dem auf Ihrer Seite ver&#246;ffentlichten Artikel ist die Rede von Initiativen f&#252;r den Bau von Gesamtschulen. Mich pers&#246;nlich w&#252;rde interessieren, wo es bereits solche Initiativen gibt. Dabei interessiere ich mich besonders f&#252;r den Rhein-Erft-Kreis.</p>
<p>Danke f&#252;r Infos im voraus.</p>
<h4>Gerne gebe ich den Hinweis:</h4>
<p> </p>
<p>In NRW gibt es zahlreiche Initiativen f&#252;r Gesamtschulen (die nicht zwingend mit Neubauten verbunden sein m&#252;ssen). Den besten &#220;berblick dar&#252;ber gewinnen Sie auf der Seite <a href="http://www.ggg-nrw.de" target="_blank">www.ggg-nrw.de</a>, dort gibt es in der rechten Spalte den Link &#8220;Regionale Initiativen&#8221;. F&#252;r den Rhein-Erft-Kreis gibt es eine Initiative in Pulheim.</p>
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