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Live-Blog: Sylvia-Ruhr-Express

Frank Krupka und Sylvia während der Tour

Wahlkämpfer Frank Krupka unterwegs mit der Spitzenkandidatin

 

Frank Krupka macht Wahlkampf. Drei Wochen lang. Der Chemietechniker aus Mönchengladbach hat sich dafür drei Wochen Urlaub genommen – und heute ist der Niederrheiner ins Ruhrgebiet gereist. Er begleitet Sylvia Löhrmann auf ihrer Regionalexpress-Tour. Und hier berichtet er von seinen Eindrücken.

8 Uhr: Startbahnhof Düsseldorf

In Düsseldorf treffe ich das ganze grüne Team. Und gleich hat einer die tolle Idee, dass ich über die Tour auf Sylvias Seite berichten soll. Super. Aber es wird nur knappe Berichte von mir geben. Denn ich bin hier, um Wahlkampf zu machen. Material zu verteilen. Mit Leuten zu sprechen. Um 8.22 Uhr geht es los. Rein in den RE 1, zusammen mit Sylvia Löhrmann.

8.40 Uhr: Haltepunkt Duisburg

In Duisburg der erste Halt. Noch ist es ziemlich kalt, so zehn Grad. Aber das schreckt uns nicht. Stattdessen wärmen wir uns durch Bewegung auf. Gehen durch den Bahnhof, verteilen jede Menge Flyer. Natürlich am liebsten der mit dem Titel „Freuen Sie sich auf Ihre Beförderung – Mehr Busse und Bahnen für NRW“.

Sylvia spricht mit Fahrgästen

Sylvia im Gespräch mit Fahrgästen

Die Flyer gehen weg wie warme Semmeln – das war nicht immer so. Die Stimmung ist gut für uns Grüne. Aber kein Wunder: Schließlich sind wir ja die Partei des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Den müssen wir ausbauen! Und wer weiß das besser, als Pendlerinnen und Pendler, die täglich mit überfüllten Zügen und Verspätungen zu kämpfen haben.

9.49 Uhr: Haltepunkt Oberhausen

Oberhausen ist die ärmste Stadt in Nordrhein-Westfalen. Habe ich gerade von Sylvia Löhrmann erfahren. Da ist natürlich die Lage der Städte und Gemeinden ein großes Thema. Und viele sind echt sauer darüber, dass die FDP noch mehr Geld an die Reichen verschenken will. Und Städte wie Oberhausen noch weniger Geld im Stadtsäckel haben werden. Ein echter Aufreger hier in Oberhausen.

Da tut ein kleiner Tanz zu Samba-Rhythmen gut. Denn die kleine Samba-Gruppe „Ruhrgebeat“ begleitet uns ab jetzt den ganzen Tag und sorgt für Stimmung und Aufmerksamkeit.

Doch genug jetzt: Ich muss weiter Flyer verteilen.

10.58: Haltepunkt Gelsenkirchen

Mit Beat am Bahnsteig

Auch Gelsenkirchen ist gebeutelt. Doch neben der Finanzlage ist bei den Leuten auch Griechenland ein wichtiges Thema. Als wir ihnen die grüne Position erklären: Europäische Solidarität – aber auch europäisches Handeln. Gemeinsam muss Europa für zwei Dinge soprgen: 1. künftige Krisen verhindern und 2. die Banken künftig an den Kosten beteiligen – mit einer Finanztransaktionssteuer. Dafür gibt es Sympathien.

12.07 Uhr: Haltepunkt Herne

Im Norden des Ruhrgebiets. Schon beim Ankommen werden wir vom heimischen Landtagskandidaten Peter Hugo Dürdoth per Mikrofon begrüßt. Sylvia wirbt auch in Herne vor dem Bahnhof für einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. Hier in Herne gibt es da ein krasses Beispiel: Menschen im Rollstuhl oder Eltern mit Kinderwagen kommen in Herne zum Teil nicht auf den Bahnsteig. Das wollen die Grünen ändern.

Und dann per Mikro ein Schnelldurchlauf von Sylvia Löhrmann durch den grünen Zukunftsplan für NRW: Beste Bildung für Alle, Energiewende für das Klima und für Arbeitsplätze, Städte und Gemeinden vor der Pleite retten. Kurz, prägnant und verständlich. So kommt sie rüber.

Zwischen Herne und Dortmund

Ganz witzig, Sylvia dabei zu beobachten, wie sie ein Portrait in der Financial Times Deutschland über sich liest. Da steht drin: “Könnte zu einer der mächtigsten Frauen im Land werden”. Liest’s und lacht.

13:30 Uhr: Haltepunkt Dortmund

Gerade wurde ich Zeuge, wie das Team Sylvia zwei CDU-Wählerinnen überzeugte. Erst mit Inhalten: 100.000 Jobs durch Gebäudesanierung. Dann durch Personen: Sie wurden nach dem Gespräch noch der Spitzenkandidatin vorgestellt, fanden sie klasse, schon bei der Elefantenrunde, und nun auch im persönlichen Gespräch. Wenn sie ihr Versprechen halten, kriegen wir ihre Zweitstimme.

Dann trafen wir noch Jürgen Rüttgers. Eine Luftnummer! Denn sein Schriftzug schwebte auf einem Zeppelin über Dortmund. Da ist mir der handfeste Straßenwahlkampf doch sympathischer. Lieber geerdet als abgehoben!

15:17 Uhr: Haltepunkt Bochum

Toller Empfang in Bochum: Vor dem Bahnhof wartet das Lastenfahrrad der Grünen auf uns – mit Grünem Sonnenschirm. Und den brauchen wir: Wie es ein Bochumer schon am Morgen versprochen hatte: In Bochum scheint die Sonne. Zusammen mit der Sambagruppe “Querbeat” spazieren wir durch die Innenstadt bis zum Infostand der Grünen. Dort wieder reges Interesse an Infos und an Gesprächen. Nochmals zum Rüttgers-Zeppelin zurück: In Dortmund war es noch dicht bewölkt. Mich wundert nicht, dass Rüttgers den blauen Himmel meidet – schließlich scheint für ihn gerade nicht unbedingt die Sonne. Und daran wird sich hoffentlich nach dem 9. Mai auch nichts ändern.

16:30 Uhr: Endstation Essen

Der Abschluss unserer Regionalexpress-Tour ist in Essen. Auch hier bei schönem Wetter richtig viel los. Sylvia führt viele Gespräche – ich bin zu weit weg, weil ich Materialien verteile. Aber sie erzählt nachher, dass sie es spannend findet, dass die Menschen ganz gezielt auf sie zukommen – mit ganz konkreten Fragen. Einer etwa hat Angst um den Kulturetat der Städtet – dass es da den Bach runter geht. Da kam unser Konzept zur Rettung der Städte und Gemeinden natürlich gut an. Oder ein anderer verwies auf die Notwendigkeit des Betreuten Wohnens. Auch da ist der Verweis auf unseren Zukunftsplan natürlich möglich: Auch dazu haben wir gute Sachen drin.

Insgesamt ein spannender Tag mit der Spitzenkandidatin. Wieder viele neue Wählerinnen und Wähler bekommen – und ziemlich oft der Spruch: Ich wähle Euch sowieso!

Bericht: Frank Krupka, Fotos: Jakim Essen

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